Hangzhou
Am 5.10 stand ein Tagesausflug nach Hangzhou auf dem Programm. Hangzhou hat ca. 6 Millionen Einwohner und war im Altertum um einiges berühmter und teilweise sogar als Hauptstadt viel bedeutender. Die Hauptattraktion und eigentlich einzig wirkliche Attraktion ist der Westsee, der schon von Marco Polo als wunderbar beschrieben wurde.
Wir hatten uns ein erste Klasse Ticket (ja, da haben wir uns mal mit 5 Euro für 200 km was gegönnt ;-) besorgt und als wir mit dem Taxi am Bahnhof ankamen staunten wir nicht schlecht, weil man eher das Gefühl hatte an einem Flughafen gelandet zu sein. Nach einer Flughafen entsprechenden Personen- und Gepäckkontrolle gings erstmal in die First-Class Lounge bis unser Zug zum Check-In freigegeben wurde.(ca. 15 min vor Abfahrt) Vom oberstöckigen Wartebereich gings dann durch unser Bahnsteiggate zu unserem Gleis im unteren Stock, wo uns ein wirklich top-moderner Zug mit unglaublicher Beinfreiheit, ungefähr das doppelte als beim Flug von München-Shanghai, erwartete. Also gings mit bis zu 170 km/h Richtung Hangzhou.
Zuerst fanden wir hier eine super Toilette, die mitten auf den Gehsteig angebracht war. Da ist man durch niedrige Mauer nicht mal auf der naja, stilles Örtchen kann man das 2 m neben der Straße und bei fehlendem Dach nicht bezeichnen, Toilette allein. Am Westsee angekommen erblickten wir sofort eine versenkte Kuh, wer weiss was das wieder bedeuten soll, ich weiss es jedenfalls nicht:-)
Das absolute Hightlight war aber eindeutige die "traditionelle Pagode". Diese Pagode war wohl etwas zerstört und wie das in China so üblich ist, wurde sie nicht restauriert sondern einfach ganz weggerissen und neu hingebaut. Das führt sogar soweit, dass gleich eine Rolltreppe zur am Berg gelegenen Pagode angebracht wurde. Einfach sehr touristengerecht, so wie sich das gehört, halt total traditionell. Natürlich durfte auch der Aufzug in der Pagode selbst nicht fehlen, weil sonst müsste man ja mal ein paar Stufen zu Fuß gehen:-) Anschließend wollten wir ein paar Meter mit dem Bus zurücklegen, aber da der Busfahrer von uns partout kein Geld wollte, nicht mal, als wir es ihm hingehalten haben, war doch dieser Wegabschnitt sehr kostenlos.
Auf dem nächsten Platz war eine Gruppe von so ca. 20 Chinesen ganz glücklich, uns Europäer zu treffen. Diese Personen treffen sich jeden Sonntag zu so einer Art Englisch-Treff, was dann so aussieht, dass sie mit Ausländern Englisch sprechen um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Am besten war eindeutig dieser 8-jährige Junge, der super Englisch sprach und jedes Wort verstand. Das ist einfach so unglaublich, weil kaum ein Chinese gut Englisch kann und von so einem Jungen, der dazu noch nicht mal aus allzu reichem Hause zu kommen schien, erwartet man es erst recht nicht. Ausklingen haben wir den Tag dann bei einem Koreaner lassen, bei dem wir dann natürlich auch noch ein wenig Chinesisch lernen mussten. Das hat so funktioniert, das jeder auf sein Papier-Tischdeckchen mit den Stäbchen Zeichen gemalt hat;-) Musterstudenten eben! Kein Tag ohne Chinesisch!
Auf dem nächsten Platz war eine Gruppe von so ca. 20 Chinesen ganz glücklich, uns Europäer zu treffen. Diese Personen treffen sich jeden Sonntag zu so einer Art Englisch-Treff, was dann so aussieht, dass sie mit Ausländern Englisch sprechen um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Am besten war eindeutig dieser 8-jährige Junge, der super Englisch sprach und jedes Wort verstand. Das ist einfach so unglaublich, weil kaum ein Chinese gut Englisch kann und von so einem Jungen, der dazu noch nicht mal aus allzu reichem Hause zu kommen schien, erwartet man es erst recht nicht. Ausklingen haben wir den Tag dann bei einem Koreaner lassen, bei dem wir dann natürlich auch noch ein wenig Chinesisch lernen mussten. Das hat so funktioniert, das jeder auf sein Papier-Tischdeckchen mit den Stäbchen Zeichen gemalt hat;-) Musterstudenten eben! Kein Tag ohne Chinesisch!
Einheitsfeier am 6.10
Zum "Tag der deutschen Einheit" hatte der Generalkonsul alle deutschen Landsleute aus Shanghai und Umgebung ins Radisson Plaza Hotel eingeladen. Da durften wir Studenten natürlich auch nicht fehlen. Kleines Problem war aber erst, dass der Dresscode auf "Dunkler Anzug" festgelegt war. Naja, in China bekommt man ja bekanntlich alles und so sind wir schnurstracks zum Kleidermarkt und haben uns da einfach halt einen Anzug für aufgepasst, 50 Euro(wär wahrscheinlich auch noch billiger gegangen, aber wir sind halt Nicht-Chinesen und so ist für uns alles ein wenig teurer) maßschneidern lassen. Außerdem ein Hemd für 9,50 Euro inkl. meiner Initialien. Jetzt fehlten nur noch die Schuhe, aber mit 4 Euro ließ sich auch dieses Problem lösen. Ich liebe diese Preise hier!!!
Mit dem Taxi ging dann zum besagten Hotel und am Eingang befand sich auch bereits eine ordentliche Schlange, die sich aber dadurch erklärte, dass jedem Gast durch ca. 10 Personen die Hand geschüttelt wurde und jeder also persönlich begrüßt wurde, so wie sich das gehört. Von den 4000 in Shanghai lebenden Deutschen waren gefühlt auch fast alle da, insbesondere sehr viele Studenten. Bei der Rede des Konsuls hat man eigentlich nur verstanden, dass das Buffet eröffnet ist, was ja auch eindeutig der wichtigste Teil ist:-) Sofort haben sich dann riesige Schlangen gebildet, sodass man nicht mehr sah, wo sich welcher Teil des Buffets befand und so hab ich Idiot mich gleich mal beim Salat-Buffet angestellt, wobei ich ja Salat sogerne mag.
Vom Kevin hab ich dann erfahren, dass unser Altkanzler, jetzt ja in Diensten von Gazprom, auch zu Gast sei und das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. So bin ich mit ausstregter rechter Hand zur Begrüßung auf ihn zugegangen und das hat ihn gleich mal etwas verwirrt, weil er mit seiner rechten Hand sein Weinglas gehalten hat, das er dann flugs in seine linke Hands wechselte, sodass dem Handshake nichts mehr im Wege stand. Auf meine Frage, was er denn hier mache meinte er nur kurz "arbeiten", hm, scheinbar hatte er gerade keine allzu große Lust auf Small-Talk:-) Zum Photo haben wir uns dann ganz professionell aufgestellt und anschließend war der Kevin dran.
Das anschließende Essen war das bisher einzig europäische für mich hier in Shanghai und wirklich großartig, v.a. auch weils nie ausging. Es gab Kartoffelpüree, Sauerbraten, Kassler, Würstchen, Brezen(!)... und nicht zu vergessen die Nachspeisen Käsekuchen, Bayrisch Creme... alles was der deutsche Magen begehrt;-)
Hm, warum haben wir eigentlich nur einen Nationalfeiertag und warum gibts nur eine Feier pro Jahr. Man sollte wirklich den Antrag beim Konsulat stellen, solch eine Verantstaltung monatlich durchzuführen:-)
Mit dem Taxi ging dann zum besagten Hotel und am Eingang befand sich auch bereits eine ordentliche Schlange, die sich aber dadurch erklärte, dass jedem Gast durch ca. 10 Personen die Hand geschüttelt wurde und jeder also persönlich begrüßt wurde, so wie sich das gehört. Von den 4000 in Shanghai lebenden Deutschen waren gefühlt auch fast alle da, insbesondere sehr viele Studenten. Bei der Rede des Konsuls hat man eigentlich nur verstanden, dass das Buffet eröffnet ist, was ja auch eindeutig der wichtigste Teil ist:-) Sofort haben sich dann riesige Schlangen gebildet, sodass man nicht mehr sah, wo sich welcher Teil des Buffets befand und so hab ich Idiot mich gleich mal beim Salat-Buffet angestellt, wobei ich ja Salat sogerne mag.
Hm, warum haben wir eigentlich nur einen Nationalfeiertag und warum gibts nur eine Feier pro Jahr. Man sollte wirklich den Antrag beim Konsulat stellen, solch eine Verantstaltung monatlich durchzuführen:-)




















2 Kommentare:
Ich will auch tolle Schuhe für 4 Euro bekommen...
...ich würd auch mal gern den Gerd treffen... ;)
Kommentar veröffentlichen