Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Merry Christmas and a happy new year!
wünsche ich euch allen von ganzen Herzen. Am 21. Dezember ist ja die Julia eingetroffen und wir haben uns auch ein gutes Programm vorgenommen. Nach Weichnachten in Shanghai sind wir mittlerweile schon in Guilin angekommen und werden morgen nach Yangshuo mit dem Boot weiterfahren. Montag gehts dann nach Hainan weiter, sodass wir Silvester unter Palmen verbringen können;-) Zum Abschluss der Chinareise fliegen wir dann in die Hauptstadt Peking zur Chinesischen Mauer, dem Tiananmen Square, den Olympiastätten....
Ab 9. Dezember bin ich dann wieder in Shanghai und Julia wieder zurück in Deutschland! Rutscht gut hinüber!!!
Freitag, 26. Dezember 2008
Dienstag, 16. Dezember 2008
Historisch niedrige Aufrufzahlen meines Blogs zeigen mir, dass es mehr als höchste Zeit für einen neuen Post ist. Sorry, aber irgendwie bin ich nie dazugekommen, hier ist einfach zu viel los. Ich hoffe, ihr habt wenigstens durch die neuen Photos einen kleinen Eindruck bekommen.
Zum 1.Advent wurde dann unser wenig Weihachten mit der Glühweinparty bei Hans und Henning eingeläutet. Diese Tradition ziehen wir auch die übrigen 3 Adventssonntage mit jeweils wechselndem Ausrichter durch. Wenigstens ein kleiner Ausgleich dazu, dass wir hier auf Christkindlmärkte verzichten müssen.

Da die Alpen fern und auch keine anderen brauchbaren Berge in der Umgebung zu finden sind, haben wir uns Mittwoch vor einer Woche zur Skihalle mitten in Shanghai aufgemacht. Für ca. 10 Euro gabs eine Stunde netto (also ohne Umziehen und Skischuhe, Ski aussuchen usw.) Skifahren und für eine Skihalle reicht die Stunde auch;-) Skibekleidung und -ausrüstung wurde natürlich gestellt, weil wer hat denn in Shanghai schon selbiges. Die Bekleidung und auch die Ski bzw. Boards waren jetzt aber nicht wirklich aktuell, man fühlte sich eher an James Bond-Filme der
70er Jahre erinnert. Taillierung ist China scheinbar noch ein Fremdwort und die Bindungen verdienen auch eher die Bezeichnung leichte Halterungen o.ä. Aber für eine Stunde hats vollkommen gereicht!
Die Halle an sich war ganz ok und hatte auch einen Tellerlift und Troy, unser Phillippiner, hat in seinem Leben das erste Mal Schnee bzw. ein paar Wasserkristalle gesehen. Trotz leichten Lift- und Stand- bzw. Fahrproblemen sind wir letztendlich dann doch alle immer wieder den, wie man im Hintergrund sieht, wahnsinnig steilen Hang runtergekommen und konnten am Schluss dann geschafft aber teilweise sehr erleichtert, dass es vorbei ist, solche Fotos machen;-)
Am Samstag wurden wir vom MBA Office gezwungen, zur Internationalen Konferenz der Expo 2010 in Shanghai zu gehen. (da die Konferenz ziemlich früh anfing haben wir uns am Freitag nur ein zweites Mal Inder gegönnt und diesmal war zwar kein einzelner Tänzer, dafür aber eine ganze Horde Inder da. Das Video dazu findet ihr links)
Man brauchte bei der Konferenz scheinbar ein paar Ausländer um dem Ganzen zumindest den Anschein einer "internationalen" Konferenz zu geben und so fühlte man sich noch mehr als ein begehrter Fotostar wie sonst in China. Die Konferenz bzw. die Vorträge waren jetzt nicht gerade der Brüller, worin uns sogar einige Chinesen vorbehaltslos zustimmten.
Das Essen unserer MBA-Gruppe war auch sehr gut organisiert. Nach dem wir nach einiger Zeit zuerst einmal in die Mensa geführt wurden (ich muss dazu sagen, dass Mensa in China wirklich, hm, ich glaub ihr wisst was ich meine) und nachdem wir da 10 Minuten rumsaßen und nichts passiert ist, wurden wir dann mit einem Bus doch, einer Internationalen Konferenz würdig;-), zu einem 5-Sterne Hotel kutschiert und durften dort essen. Leider kamen wir dann etwas zu spät zurück, aber zur Kaffepause waren wir zum Glück gerade noch rechtzeitg da. Nach der Pause dachten wir uns, hm, ist doch um einiges interessanter, sich mal mit Leuten anderer Unis zu unterhalten und den Hostessen (Mädels anderer Unis) war ja eh langweilig. Es folgten also Gruppenfotos mit uns Jungs und den Mädels, was diese sowieso immer unglaublich finden. (Hab leider nur dieses im Moment hier, das mit den 25 Mädels und uns zu 4 wird aber nachgereicht;-)
Btw: Es passiert in China sehr häufig, dass man an Sehenswürdigkeiten angeredet wirst, ob man sich mit jemandem fotografieren lassen würde. Weil sich die Leute dann auch immer so freuen (meistens sind es schon Mädels) kommt man diesem Wunsch auch gerne nach. Das einzige was nicht so toll ist, sind diese geheimen Fotos, wenn Leute ein Ziel im Visier haben und dann kurz vorm Abdrücken doch noch schnell den Photo schwenken und nur dich fotografieren. Es ist auch schon vorgekommen, dass sich jemand hinter einem schleicht und ein anderer von vorne von dir und der anderen Person ein Foto macht.
Zum Abschluss der Konferenz wurde uns noch eine Bootsfahrt auf dem Huang Pu mit Dinner angeboten. Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen und es hat sich auch wirklich rentiert. Eine super Aussicht und dazu noch Büffet, was will man mehr.
Dienstag musste ich die Klausur zu Corporate Finance schreiben, die vom Stoffumfang gar nicht wenig war, aber zum Glück war sie Open-Book und die Prüfungsaufsicht war auch eher chinesicher Natur. Beispielsweise war 1-2 Minuten gar keine Aufsicht im Raum, was bei Multiple-Choice Fragen prinzipiell super ist, aber rein gar nichts gebracht hat, weil wir uns nicht einig waren;-)
Freitag kam dann der Baron oder Tauchleher, wie ihr wollt, auf seinen 3,5 tägigen Kurztrip vorbei. Weil Air France es nicht geschafft hatte, sein Gepäck beim Umstieg in Paris ausreichend schnell zu verladen, durfte er von Paris nach Shanghai Business-Class fliegen, nicht schlecht. Ich glaub, dass er das Wichtigste gesehen bzw. erlebt hat, wozu natürlich Bund, Altstadt, Pudong, Stoffmarkt, Fake-Markt aber auch das Nachtleben zählt.
Extra erwähnen will ich nur noch den Samstagabend beim Teppanyaki. Nachdem man 3 Wochen lang versuchte dieses Event zu organisieren, ging dann am Samstag alles wie geschmiert und wir waren letztendlich 18 Leute und damit zu viel;-) Zum Glück konnten vier von uns auf einen anderen Tisch ausweichen, auf dem genau noch 4 Plätze frei waren.
Teppanyaki ist japanisch und man sitzt um eine heiße Stahlplatte, auf der der Koch dann die zuvor bestellten Gerichte zubereitet. Man isst dabei alles mögliche von Reis, Fleisch, Muscheln, Fisch... und jeder hat einen Teller vor sich, auf den man dann einen Teil jedes Gerichts vom Koch serviert bekommt;-) Dazu gibts noch Bier und Sake und es ist echt cool, dass alles so direkt vor einem gebraten wird und wir haben auch wirklich gute Qualität bekommen. Das Highlight sind zum Schluss die flambierten Bananen, bei denen der Koch dann richtig Feuer mit Stichflammen von 1,5 Meter Höhe zaubert. Diese schmecken in Kombination mit Eis dann wirklich großartig (Bilder demnächst).
Zum 1.Advent wurde dann unser wenig Weihachten mit der Glühweinparty bei Hans und Henning eingeläutet. Diese Tradition ziehen wir auch die übrigen 3 Adventssonntage mit jeweils wechselndem Ausrichter durch. Wenigstens ein kleiner Ausgleich dazu, dass wir hier auf Christkindlmärkte verzichten müssen.

Da die Alpen fern und auch keine anderen brauchbaren Berge in der Umgebung zu finden sind, haben wir uns Mittwoch vor einer Woche zur Skihalle mitten in Shanghai aufgemacht. Für ca. 10 Euro gabs eine Stunde netto (also ohne Umziehen und Skischuhe, Ski aussuchen usw.) Skifahren und für eine Skihalle reicht die Stunde auch;-) Skibekleidung und -ausrüstung wurde natürlich gestellt, weil wer hat denn in Shanghai schon selbiges. Die Bekleidung und auch die Ski bzw. Boards waren jetzt aber nicht wirklich aktuell, man fühlte sich eher an James Bond-Filme der
70er Jahre erinnert. Taillierung ist China scheinbar noch ein Fremdwort und die Bindungen verdienen auch eher die Bezeichnung leichte Halterungen o.ä. Aber für eine Stunde hats vollkommen gereicht!
Die Halle an sich war ganz ok und hatte auch einen Tellerlift und Troy, unser Phillippiner, hat in seinem Leben das erste Mal Schnee bzw. ein paar Wasserkristalle gesehen. Trotz leichten Lift- und Stand- bzw. Fahrproblemen sind wir letztendlich dann doch alle immer wieder den, wie man im Hintergrund sieht, wahnsinnig steilen Hang runtergekommen und konnten am Schluss dann geschafft aber teilweise sehr erleichtert, dass es vorbei ist, solche Fotos machen;-)
Am Samstag wurden wir vom MBA Office gezwungen, zur Internationalen Konferenz der Expo 2010 in Shanghai zu gehen. (da die Konferenz ziemlich früh anfing haben wir uns am Freitag nur ein zweites Mal Inder gegönnt und diesmal war zwar kein einzelner Tänzer, dafür aber eine ganze Horde Inder da. Das Video dazu findet ihr links)Man brauchte bei der Konferenz scheinbar ein paar Ausländer um dem Ganzen zumindest den Anschein einer "internationalen" Konferenz zu geben und so fühlte man sich noch mehr als ein begehrter Fotostar wie sonst in China. Die Konferenz bzw. die Vorträge waren jetzt nicht gerade der Brüller, worin uns sogar einige Chinesen vorbehaltslos zustimmten.
Zum Abschluss der Konferenz wurde uns noch eine Bootsfahrt auf dem Huang Pu mit Dinner angeboten. Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen und es hat sich auch wirklich rentiert. Eine super Aussicht und dazu noch Büffet, was will man mehr.
Freitag kam dann der Baron oder Tauchleher, wie ihr wollt, auf seinen 3,5 tägigen Kurztrip vorbei. Weil Air France es nicht geschafft hatte, sein Gepäck beim Umstieg in Paris ausreichend schnell zu verladen, durfte er von Paris nach Shanghai Business-Class fliegen, nicht schlecht. Ich glaub, dass er das Wichtigste gesehen bzw. erlebt hat, wozu natürlich Bund, Altstadt, Pudong, Stoffmarkt, Fake-Markt aber auch das Nachtleben zählt.
Extra erwähnen will ich nur noch den Samstagabend beim Teppanyaki. Nachdem man 3 Wochen lang versuchte dieses Event zu organisieren, ging dann am Samstag alles wie geschmiert und wir waren letztendlich 18 Leute und damit zu viel;-) Zum Glück konnten vier von uns auf einen anderen Tisch ausweichen, auf dem genau noch 4 Plätze frei waren.
Teppanyaki ist japanisch und man sitzt um eine heiße Stahlplatte, auf der der Koch dann die zuvor bestellten Gerichte zubereitet. Man isst dabei alles mögliche von Reis, Fleisch, Muscheln, Fisch... und jeder hat einen Teller vor sich, auf den man dann einen Teil jedes Gerichts vom Koch serviert bekommt;-) Dazu gibts noch Bier und Sake und es ist echt cool, dass alles so direkt vor einem gebraten wird und wir haben auch wirklich gute Qualität bekommen. Das Highlight sind zum Schluss die flambierten Bananen, bei denen der Koch dann richtig Feuer mit Stichflammen von 1,5 Meter Höhe zaubert. Diese schmecken in Kombination mit Eis dann wirklich großartig (Bilder demnächst).
Freitag, 28. November 2008
Ändi, Geb.feier, Taylor-Markt, Taxi und Auffahrunfall
So, jetzt bin ich schon wieder so weit hinten dran, dass ich echt überlegen muss,
was los war.
Ah ja, letztes WE ist der Ändi vorbeigekommen, weil er mit seinem Kurs der Uni Washington eine Reise nach Peking, Shanghai und Hongkong gemacht hat. Durch deren dicht gedrängtes Programm haben wirs dann erst am Montag geschafft uns zu treffen.
Montag bin ich mit seinem Kurs in eine Akrobatik-Show in der Shanghai Circus World gegangen. War ganz nett und das beste daran war eindeutig, wie in diesem Kugel-Käfig ungelogen 8 Motorräder gleichzeitig mit gar nicht so langsamer Geschwindigkeit gefahren sind;-)
Dienstag habe ich ihm dann noch die Aussicht aus der Vue-Bar (die Bar mit der besten Aussicht, die ich auch schon an früherer Stelle erwähnte) gezeigt und da er dann zur Massage wollte, sind wir ungelogen um halb 2 noch zur einstündigen Massage. Für 6 Euro war die ganze Sache zwar nicht so wahnsinnig entspannend, aber sehr amüsant. Grund war eigentlich, dass meine Masseurin mir andauernd etwas auf Chinesisch erzählt hat und ich andauernd überlegen musste, was sie denn jetzt von mir will und mir Antworten überlegen. Außerdem war das ganze eher eine Turnstunde, weil die die wildesten Verrenkungen mit mir und an mir gemacht hat und links und rechts von mir und was weiss ich wo rumgekraxelt ist. Also chinesische Massage ist echt ein Erlebnis!
Der Geburtstag vom Höss Thomas und der Tiffany am Freitag hat dann ein wenig die interkulturellen Unterschiede zwischen uns Europäern und den Chinesen aufgezeigt. Die Party begann offiziell um 9 Uhr und als wir um viertel nach 9 gekommen sind, waren außer den im Apartment lebenden Westlern ca. 25 Chinesen da, die im Schnitt so ca. um halb 9 gekommen waren. Hm, um 1 waren dann noch 3 Chinesen und ca. 30 Europäer da, war etwas bezeichnend und echt verwunderlich. Hier sind die Gastgeber Thomas und Tiffany zu sehen;-)
Boa, am Taylor-Markt hab ich mir außerdem einen Kaschmir-Mantel (haben sie mir zumindest erzählt, dass das einer wäre:-) machen lassen und außerdem ein schwarzes Hemd mit meinem chinesischen Namen auf der Hemdtasche in Silber eingestickt, ein Leckerbissen muss ich sagen.
Hm, seit dieser Woche habe ich außerdem meinen International MBA (Master of Businness Administration) Kurs an meiner Uni und somit leider keinen Sprachkurs mehr, weil sich das zeitlich überschneidet. Im Kurs sind ca. 70 % chinesische Studenten und das Niveau ist wohl nicht ganz mit dem einer deutschen Universität vergleichbar. Der Praxisbezug wird aber durch viele Fallstudien, die dann den Lehrstoff stets gut erklären, besser hergestellt. Nächsten Montag haben wir außerdem eine große Diskussion mit verschiedenen schon eingeteilten Gruppen. Die Zusammenarbeit und die Treffen im Vorfeld mit den Chinesen sind wirklich interessant und eine Erfahrung bzgl. der interkulturellen Zusammenarbeit.
Letzten Samstag hatten wir das Ziel, ein brasilianisches Restaurant zu finden, in dem man für ca. 8 Euro so viel Fleisch essen kann, wie man will. Ideal, aber: wir habens nicht gefunden und aßen dann woanders und wollten dann weiter. Die U-Bahn in Shanghai stellt ihren Betrieb jedoch sehr früh ein und so mussten wir ein Taxi nehmen, aber es hat geregnet. Das Bittere war, dass wir letztendlich ohne Regenschirm ca. 40 min. mit Chinesen um Taxis kämpfen mussten, und das ist wirklich ein Kampf. Prinzipiell sind bei Regen und in der Rush-Hour nämlich alle Taxis besetzt und man muss auf diejenigen spekulieren, deren Insassen dort aussteigen, wo man gerade ist. Das führt dazu, dass ca. 10 Personen auf jedes Taxi stürmen, das anhält und wer schneller drinsitzt, hat dann gewonnen und darf Taxi fahren;-)
So, auf dem Weg zu Hennings Geburtstagsfeier hab ich noch eine unvergleichbar chinesische Geschichte miterlebt. Was passiert bei einem relativ harmlosen Auffahrunfall, bei dem aber beide Autos schon ein wenig beschädigt werden. Ja, 10-15 min. lang schreien und beschimpfen sich die beiden Fahrer aufs Ärgste, während eine ganze Schar Chinesen dem Treiben vergnügt zusieht. Wenn ein Taxi beteiligt ist, warten die Fahrgäste derweil im Taxi, weil die Klärung des Konflikts glaub ich immer die Selbe ist. Nach wie gesagt kurzer Schimpftiraden haben sie sich dann scheinbar auf einen Schuldigen geeinigt und der nimmt dann einen(!) Geldschein(zur Erinnerung, der Wert des höchsten Scheins hier beträgt ca. 10 Euro; der wird auch meistens verwendet) und knallt ihm dem Anderen auf die Motorhaube und beide sind wieder glücklich und fahren weiter. Stell sich das mal einer zu Hause vor: fährst einem anderen ins Auto, gibst ihm 10 Euro und alles ist gut!
Ah ja, letztes WE ist der Ändi vorbeigekommen, weil er mit seinem Kurs der Uni Washington eine Reise nach Peking, Shanghai und Hongkong gemacht hat. Durch deren dicht gedrängtes Programm haben wirs dann erst am Montag geschafft uns zu treffen.
Montag bin ich mit seinem Kurs in eine Akrobatik-Show in der Shanghai Circus World gegangen. War ganz nett und das beste daran war eindeutig, wie in diesem Kugel-Käfig ungelogen 8 Motorräder gleichzeitig mit gar nicht so langsamer Geschwindigkeit gefahren sind;-)
Dienstag habe ich ihm dann noch die Aussicht aus der Vue-Bar (die Bar mit der besten Aussicht, die ich auch schon an früherer Stelle erwähnte) gezeigt und da er dann zur Massage wollte, sind wir ungelogen um halb 2 noch zur einstündigen Massage. Für 6 Euro war die ganze Sache zwar nicht so wahnsinnig entspannend, aber sehr amüsant. Grund war eigentlich, dass meine Masseurin mir andauernd etwas auf Chinesisch erzählt hat und ich andauernd überlegen musste, was sie denn jetzt von mir will und mir Antworten überlegen. Außerdem war das ganze eher eine Turnstunde, weil die die wildesten Verrenkungen mit mir und an mir gemacht hat und links und rechts von mir und was weiss ich wo rumgekraxelt ist. Also chinesische Massage ist echt ein Erlebnis!
Der Geburtstag vom Höss Thomas und der Tiffany am Freitag hat dann ein wenig die interkulturellen Unterschiede zwischen uns Europäern und den Chinesen aufgezeigt. Die Party begann offiziell um 9 Uhr und als wir um viertel nach 9 gekommen sind, waren außer den im Apartment lebenden Westlern ca. 25 Chinesen da, die im Schnitt so ca. um halb 9 gekommen waren. Hm, um 1 waren dann noch 3 Chinesen und ca. 30 Europäer da, war etwas bezeichnend und echt verwunderlich. Hier sind die Gastgeber Thomas und Tiffany zu sehen;-)
Letzten Samstag hatten wir das Ziel, ein brasilianisches Restaurant zu finden, in dem man für ca. 8 Euro so viel Fleisch essen kann, wie man will. Ideal, aber: wir habens nicht gefunden und aßen dann woanders und wollten dann weiter. Die U-Bahn in Shanghai stellt ihren Betrieb jedoch sehr früh ein und so mussten wir ein Taxi nehmen, aber es hat geregnet. Das Bittere war, dass wir letztendlich ohne Regenschirm ca. 40 min. mit Chinesen um Taxis kämpfen mussten, und das ist wirklich ein Kampf. Prinzipiell sind bei Regen und in der Rush-Hour nämlich alle Taxis besetzt und man muss auf diejenigen spekulieren, deren Insassen dort aussteigen, wo man gerade ist. Das führt dazu, dass ca. 10 Personen auf jedes Taxi stürmen, das anhält und wer schneller drinsitzt, hat dann gewonnen und darf Taxi fahren;-)
So, auf dem Weg zu Hennings Geburtstagsfeier hab ich noch eine unvergleichbar chinesische Geschichte miterlebt. Was passiert bei einem relativ harmlosen Auffahrunfall, bei dem aber beide Autos schon ein wenig beschädigt werden. Ja, 10-15 min. lang schreien und beschimpfen sich die beiden Fahrer aufs Ärgste, während eine ganze Schar Chinesen dem Treiben vergnügt zusieht. Wenn ein Taxi beteiligt ist, warten die Fahrgäste derweil im Taxi, weil die Klärung des Konflikts glaub ich immer die Selbe ist. Nach wie gesagt kurzer Schimpftiraden haben sie sich dann scheinbar auf einen Schuldigen geeinigt und der nimmt dann einen(!) Geldschein(zur Erinnerung, der Wert des höchsten Scheins hier beträgt ca. 10 Euro; der wird auch meistens verwendet) und knallt ihm dem Anderen auf die Motorhaube und beide sind wieder glücklich und fahren weiter. Stell sich das mal einer zu Hause vor: fährst einem anderen ins Auto, gibst ihm 10 Euro und alles ist gut!
Mittwoch, 19. November 2008
Tennis Masters, Champagner
Hallo liebe Leute und zuerst einmal ein großes Sorry, dass dieser Eintrag so lange auf sich warten ließ. Aus aktuellem Anlass, d.h. wegen aktueller Geschehnisse, muss der angekündigte Artikel über sanitäre Anlagen... bis auf Weiteres verschoben werden.
Letzte Woche stieg in Shanghai der "Tennis Masters Cup" der 8 besten Tennisspieler dieses Jahres. (also nach den Grand Slams das 5. wichtigste Turnier) Für Donnerstag hatte ich schon vor langem Studentenkarten für unschlagbare 6 Euro gekauft. Ohja, zuerst noch das: Letzten Montag war der "Haniel Day", bei dem an der Tongji Universität der Haniel-Lehrstuhl eingeweiht wurde. Das Highlight war dabei aber eindeutig das deutsche Essen, weils sogar Wiener Schnitzel, Brezen, Zwiebelrostbraten... gab. Das musste jetzt sein, aber jetzt wieder zurück zum Thema: Durch ein paar Zufälle sind der Thomas W. und ich letztendlich auch noch an Studentenkarten für das Masters am Montag gekommen und so gings raus zum Qi Zhong Stadium vor den Toren Shanghais.
Die Sachlage war jetzt so, dass wir 7 Tickets für Thomas, Vanessa (englischer Name einer Chinesin) und mich hatten, also noch 4 zu viel. Wir dachten uns, hey, die könnten wir doch verkaufen und das macht man ja in der Regel vorm Stadion. Nach bis jetzt weniger guten Erfahrungen mit den chinesischen "Kartenhaien" vorm Stadion wollten wir die Karten erst mal Europäern verkaufen, die unsere Tickets aber nicht wollten. Also begaben wir uns fatalerweise ins Haifischbecken vorm Stadion und nachdem Vanessa ihre Tickets potentiellen Käufern gezeigt hatte, gings rund. Wie ein Wolfsrudel kamen plötzlich 20-25 Chinesen auf uns 3 zugestürmt und es wurde geschupst und gezogen und an den Tickets gezerrt. Natürlich haben wir sofort total den Überblick verloren und jeder von uns 3 war mit anderen Chinesen im Clinch. Letztlich hat es dann dazu geführt, dass Thomas gerade so noch 3 Tickets retten konnte, die er sich allerdings zuerst gegen 4 Chinesen, die auch ihrerseits darum zankten, zurückerobern musste. Die anderen 4 Tickets waren weg und keiner von uns wusste natürlich, wer sie hatte! Irgendeiner hat dann Vanessa 2 andere(!) Tickets zurückgegeben! So, zum Glück kamen wir mit den 3 Tickets noch ins Stadium rein! Mit den anderen beiden durften wir die elektronische Sicherheitskontrolle nicht passieren (In jedem Ticket ist ein kleiner RFID-Chip eingebaut, mit dem man nachvollziehen kann, ob die Karte orginal ist). Wir glaubten natürlich, es handle sich um Kopien bzw. gefälschte Tickets, aber: (und das hab ich dann auch erst ein paar Tage später erfahren) Es waren orginale Tickets, aber für den Donnerstag, d.h. Vanessa konnte 3 Tage später nochmal hingehen! Unglaublich, wo jetzt die Logik liegt, dass man Montag Tickets klaut und Donnerstag Tickets zurückgibt, hm, ich versteh so manches nicht im Land der Mitte;-)
Endlich angekommen im wirklich beeindruckenden und futuristischen Stadion (das Dach ist so ausfahrbar, dass das Stadion von oben wie eine Blüte aussieht, wobei, das Dach war natürlich zu;-) erlebten wir auch gleich die erste Überraschung, weil Roger Federer nach gutem Beginn doch noch nach 3 Sätzen verlor. Ansehen konnten wir uns das von ziemlich guten Plätzen, weil das Stadion längst nicht ausverkauft war und so konnten wir ein paar Reihen weiter unten die Sache betrachten;-) Im 2. Match verlor dann Andy (Roddick) gegen Andy (Murray) und der Weg zurück nach Shanghai war dann doch etwas ungemütlicher, weil wir uns für die 10-mal kürzere Bus-Stehschlange entschieden, aber da Shanghai groß ist, dauerte es schon an die 50 min. bis wir wieder am südlichen Ende angekommen waren.
Jeden Mittwoch gibt es in der Lounge 18 ein besonderes Event. Die Lounge 18 liegt direkt am Bund in einer ziemlich noblen Nachbarschaft und natürlich mit bester Aussicht und ist eine von ein paar Bars, in der zu 90 % Westler ein- und ausgehen. Für knapp 200 RMB bekommt man jetzt mittwochs zur After-Work-Party 3 Stunden lang europäisches Buffet inkl. Aufschnitt und alle erdenklichen Getränke, d.h. inkl. Champagner(!), Wein und was es halt sonst noch so alles gibt. Diese 3 Stunden Dekadenz haben wir uns jetzt letzten Mittwoch zum Abschied der Steffi gegönnt. Überragend war außerdem, dass wir den Marketing-Chef des Hauses kennengelernt haben, der an uns dann gleich noch Einladungen für Freitag verteilt hat, weil die Lounge 18 da ihren ersten Geburtstag feierte und naja, d.h. dann gleich 2 Stunden Champagner für lau!!
Donnerstags gings dann wieder zum Tennis Masters, aber aufgrund der Nichtattraktivität der Spiele (in der 1. Party ging es um nichts und die 2. Party war zu einseitig) und der ziemlich gemütlichen Stühle im Stadion war es eher ein Geratsche mit ein bißchen Tennis nebenbei. Naja, anstatt dem Fernseher hatten wir halt die Live-Atmosphäre im Hintergrund, man gönnt sich ja sonst nichts;-) Kartenprobleme o.ä. blieben diesmal übrigens aus, auch mal ein ganz neues Gefühl bei einer Großveranstaltung;-)
Hm, Samstag gingen der Hans und ich mit 2 Chinesinnen zum Peking-Ente essen. Ist halt echt cool, sowas mit Chinesen zu machen, weil die wissen halt ehrlich gesagt, wie man so etwas isst und können dir das dann auch gleich zeigen;-) Jedenfalls saßen wir so im Restaurant und hatten die Ente bestellt und dann kam praktisch der Sezierer, der die schon gebratene Ente vor unseren Augen auf einem kleinen Tisch mit seinem extrem scharfen Messer erst einmal gehäutet hat. Die ganze Haut kam dann auf einen Teller und gute Fleischstücke ohne Knochen auf einen anderen. Die ganzen Knochen und der ganze Rest und somit meinem Empfinden nach 70 % der Ente wurden dann aber entsorgt und nicht serviert. Hm, fast Verschwendung, aber ich kenn mich ja da nicht so aus, also die werdens schon wissen. Auch der Verzehr der Ente war neu für mich: Man nahm eine Art kleinen Pfannkuchen in die linke Hand und in ihn wurde dann etwas Gemüse und eben in Soßen eingetauchte Entenstückchen eingewickelt und dann so gegessen. Man lernt halt nie aus:-)
Das wars jetzt erst mal fürs Erste, Fortsetzung folgt bald.
Letzte Woche stieg in Shanghai der "Tennis Masters Cup" der 8 besten Tennisspieler dieses Jahres. (also nach den Grand Slams das 5. wichtigste Turnier) Für Donnerstag hatte ich schon vor langem Studentenkarten für unschlagbare 6 Euro gekauft. Ohja, zuerst noch das: Letzten Montag war der "Haniel Day", bei dem an der Tongji Universität der Haniel-Lehrstuhl eingeweiht wurde. Das Highlight war dabei aber eindeutig das deutsche Essen, weils sogar Wiener Schnitzel, Brezen, Zwiebelrostbraten... gab. Das musste jetzt sein, aber jetzt wieder zurück zum Thema: Durch ein paar Zufälle sind der Thomas W. und ich letztendlich auch noch an Studentenkarten für das Masters am Montag gekommen und so gings raus zum Qi Zhong Stadium vor den Toren Shanghais.
Die Sachlage war jetzt so, dass wir 7 Tickets für Thomas, Vanessa (englischer Name einer Chinesin) und mich hatten, also noch 4 zu viel. Wir dachten uns, hey, die könnten wir doch verkaufen und das macht man ja in der Regel vorm Stadion. Nach bis jetzt weniger guten Erfahrungen mit den chinesischen "Kartenhaien" vorm Stadion wollten wir die Karten erst mal Europäern verkaufen, die unsere Tickets aber nicht wollten. Also begaben wir uns fatalerweise ins Haifischbecken vorm Stadion und nachdem Vanessa ihre Tickets potentiellen Käufern gezeigt hatte, gings rund. Wie ein Wolfsrudel kamen plötzlich 20-25 Chinesen auf uns 3 zugestürmt und es wurde geschupst und gezogen und an den Tickets gezerrt. Natürlich haben wir sofort total den Überblick verloren und jeder von uns 3 war mit anderen Chinesen im Clinch. Letztlich hat es dann dazu geführt, dass Thomas gerade so noch 3 Tickets retten konnte, die er sich allerdings zuerst gegen 4 Chinesen, die auch ihrerseits darum zankten, zurückerobern musste. Die anderen 4 Tickets waren weg und keiner von uns wusste natürlich, wer sie hatte! Irgendeiner hat dann Vanessa 2 andere(!) Tickets zurückgegeben! So, zum Glück kamen wir mit den 3 Tickets noch ins Stadium rein! Mit den anderen beiden durften wir die elektronische Sicherheitskontrolle nicht passieren (In jedem Ticket ist ein kleiner RFID-Chip eingebaut, mit dem man nachvollziehen kann, ob die Karte orginal ist). Wir glaubten natürlich, es handle sich um Kopien bzw. gefälschte Tickets, aber: (und das hab ich dann auch erst ein paar Tage später erfahren) Es waren orginale Tickets, aber für den Donnerstag, d.h. Vanessa konnte 3 Tage später nochmal hingehen! Unglaublich, wo jetzt die Logik liegt, dass man Montag Tickets klaut und Donnerstag Tickets zurückgibt, hm, ich versteh so manches nicht im Land der Mitte;-)
Endlich angekommen im wirklich beeindruckenden und futuristischen Stadion (das Dach ist so ausfahrbar, dass das Stadion von oben wie eine Blüte aussieht, wobei, das Dach war natürlich zu;-) erlebten wir auch gleich die erste Überraschung, weil Roger Federer nach gutem Beginn doch noch nach 3 Sätzen verlor. Ansehen konnten wir uns das von ziemlich guten Plätzen, weil das Stadion längst nicht ausverkauft war und so konnten wir ein paar Reihen weiter unten die Sache betrachten;-) Im 2. Match verlor dann Andy (Roddick) gegen Andy (Murray) und der Weg zurück nach Shanghai war dann doch etwas ungemütlicher, weil wir uns für die 10-mal kürzere Bus-Stehschlange entschieden, aber da Shanghai groß ist, dauerte es schon an die 50 min. bis wir wieder am südlichen Ende angekommen waren.
Hm, Samstag gingen der Hans und ich mit 2 Chinesinnen zum Peking-Ente essen. Ist halt echt cool, sowas mit Chinesen zu machen, weil die wissen halt ehrlich gesagt, wie man so etwas isst und können dir das dann auch gleich zeigen;-) Jedenfalls saßen wir so im Restaurant und hatten die Ente bestellt und dann kam praktisch der Sezierer, der die schon gebratene Ente vor unseren Augen auf einem kleinen Tisch mit seinem extrem scharfen Messer erst einmal gehäutet hat. Die ganze Haut kam dann auf einen Teller und gute Fleischstücke ohne Knochen auf einen anderen. Die ganzen Knochen und der ganze Rest und somit meinem Empfinden nach 70 % der Ente wurden dann aber entsorgt und nicht serviert. Hm, fast Verschwendung, aber ich kenn mich ja da nicht so aus, also die werdens schon wissen. Auch der Verzehr der Ente war neu für mich: Man nahm eine Art kleinen Pfannkuchen in die linke Hand und in ihn wurde dann etwas Gemüse und eben in Soßen eingetauchte Entenstückchen eingewickelt und dann so gegessen. Man lernt halt nie aus:-)
Das wars jetzt erst mal fürs Erste, Fortsetzung folgt bald.
Sonntag, 9. November 2008
Viiel Lernen, Glühweinparty, Verewigung und Fußball
Immer wieder Sonntags folgt mein Wochenbericht, ...
Die Woche hat angefangen mit Lernen und ging weiter mit Lernen und dann waren Mittwochs und Donnerstag die Exams in Reading, Speaking und Listening Hanyu (Chinese). In Speaking bekamen wir ein Blatt zur Vorbereitung, von dem wir dann ein paar Sätze ablesen mussten und außerdem noch Fragen beantworten. In Listening musste man dann den Sätzen der Lehrerin lauschen und jeweils den richtigen Ton verstehen, Wörter verstehen und zu einem kleinen Textausschnitt Fragen beantworten. Reading war dann relativ anspruchsvoll, v.a. weil man selbst Fragen formulieren sollte und auch chinese Zeichen schreiben, aber naja, eine Gruppe ist immer stärker als ein Individuum! Die Tests waren echt ganz ok und in Reading hab ich sogar 93% bekommen! Feichanghao!
Zur Belohnung hab ich mir am Freitag Mittag mit Olivia (Indonesien), Troy (Phillipinen) und Sandrine (Frankreich) ein Lunch beim Indonesier gegönnt. Es hat mich wirklich etwas erstaunt, dass es dort keine Stäbchen gibt! Stattdessen wird in Indonesien mit dem (und jetzt Vorsicht!) Löffel in der rechten Hand (der wird praktisch auch gleichzeitig als eine Art Messer verwendet) und der Gabel in der linken Hand gegessen.
Troy wird mirs verzeihen, aber ich muss echt ein wenig über seine Anpassungsschwierigkeiten mit der Kälte hier erzählen! Troy hatte bis jetzt praktisch noch nie einen Pulli an! Der Bedauernswerte wohnt in einem Land, in dem es im ""Winter"" für 2 Monate 3-4 Grad kälter als normal wird, d.h. es hat dann in der Nacht nur noch 18-20 ° C. Da müssen ihm die 10-15 Grad jetzt schon wie Antarktis vorkommen. Einen Schal hat er hier das erste Mal in seinem Leben gesehen und auch gleich gekauft. Aber am Montag stellte sich ihm die Frage: "Wie benutzt man dieses Kleidungsstück???" Hans und Henning habens ihm versucht zu erklären! Dienstag kam er dann mit dem Schal um seine Tasche gewickelt in die Uni! Naja, fast, aber nicht ganz, aber wir sind guter Hoffnung, dass wirs ihm in den nächsten Monaten noch lernen! Außerdem hoffen wir für ihn, dass es nicht auch noch zu schneien beginnt. Schnee, Hilfe, das würde ihn ja komplett in den Wahnsinn treiben;-)!
Unbedingt erwähnen muss ich die Ankunft der Lebkuchen meiner Mami zu meinen Namenstag! Ja, da der erst am 11.11 ist, sogar 4 Tage zu früh, weil das Päckchen in 7 Tagen zu mir raste! Vielen Dank an die Bäckerin!
Und weil die Temperatur schon unter 15 ° gefallen ist und wir solche arktischen Temperaturen gar nicht mehr gewöhnt sind, hat die Bubu, Hans, Henning WG gestern eine Glühweinfeier abgehalten! Vielen Dank an den Mann, der das möglich gemacht hat: Ingvar Kamprad, der auch in seinem IKEA Shanghai orginal Schwedischen "Glögg", der in Deutschland abgefüllt wurde, verkaufen lässt! Ein Traum!
Ich weiss es kommt spät, weil das Mondfest schon lange vorüber ist, aber weil es einfach so ein großer Brauch in China ist, muss der Mondkuchen einfach noch mal gezeigt werden. Dieser Kuchen ist mit allem Möglichem gefüllt, sogar Gemüse o.ä. kann man teilweise darin finden. Er wird zum Mondfest (15. Tag des 8. Mondmonats, idR im September) an Mitarbeiter, Freunde, Verwandte usw. verschenkt. Dabei drückt nicht der eigentliche Kuchen die Wertschätzung gegenüber dem Beschenkten aus, sondern nur die Verpackung. Der Preis für einen solchen Kuchen steigt deswegen oft in astronomische Höhen bis zu Tausende von Euros.
Verewigt bin ich jetzt auch in Shanghai auf meinem ganz persönlichen Walk-Of-Fame nahe der Lujiabang Road Metro-Station! (Also falls ihr mal vorbeikommt, unbedingt anschauen!) Da steig ich doch gestern auf dem Heimweg aus dem Taxi aus und geh auf den Bürgersteig und schon war es geschehen. War ganz einfach!
Heute vormittag war wieder Fußball, aber leider haben wir gegen ein Team gespielt, das zu 70 % aus Nordamerikanern und Europäern bestand und uns körperlich zu überlegen war und so kam nur eine 0:3 Niederlage heraus. Auf Wunsch hier noch das Photo meiner Mannschaft und mir:
Und das Beste dabei: die Trikots wurden von der Universität bezahlt und wir dürfen sie behalten! Ich finde die überragend, v.a. weil sie total orginal aussehen und sie haben scheinbar auch nur 10 Euro gekostet. Und jetzt ratet mal, woher sie kommen?
Hu, wer hat auf China getippt? Kalt, kalt, eigentlich eiskalt: "Tunesien" ist richtig!
Zu guter letzt noch eine Denkaufgabe und ein Vorgeschmack auf den nächsten Artikel "China und sanitäre Anlagen bzw. das Verhalten von Chinesen in selbigen", in dem ihr dann des Rätsels Lösung findet. Warum sind in Fitnesstudios folgende Schilder angebracht?
Die Woche hat angefangen mit Lernen und ging weiter mit Lernen und dann waren Mittwochs und Donnerstag die Exams in Reading, Speaking und Listening Hanyu (Chinese). In Speaking bekamen wir ein Blatt zur Vorbereitung, von dem wir dann ein paar Sätze ablesen mussten und außerdem noch Fragen beantworten. In Listening musste man dann den Sätzen der Lehrerin lauschen und jeweils den richtigen Ton verstehen, Wörter verstehen und zu einem kleinen Textausschnitt Fragen beantworten. Reading war dann relativ anspruchsvoll, v.a. weil man selbst Fragen formulieren sollte und auch chinese Zeichen schreiben, aber naja, eine Gruppe ist immer stärker als ein Individuum! Die Tests waren echt ganz ok und in Reading hab ich sogar 93% bekommen! Feichanghao!
Zur Belohnung hab ich mir am Freitag Mittag mit Olivia (Indonesien), Troy (Phillipinen) und Sandrine (Frankreich) ein Lunch beim Indonesier gegönnt. Es hat mich wirklich etwas erstaunt, dass es dort keine Stäbchen gibt! Stattdessen wird in Indonesien mit dem (und jetzt Vorsicht!) Löffel in der rechten Hand (der wird praktisch auch gleichzeitig als eine Art Messer verwendet) und der Gabel in der linken Hand gegessen.
Troy wird mirs verzeihen, aber ich muss echt ein wenig über seine Anpassungsschwierigkeiten mit der Kälte hier erzählen! Troy hatte bis jetzt praktisch noch nie einen Pulli an! Der Bedauernswerte wohnt in einem Land, in dem es im ""Winter"" für 2 Monate 3-4 Grad kälter als normal wird, d.h. es hat dann in der Nacht nur noch 18-20 ° C. Da müssen ihm die 10-15 Grad jetzt schon wie Antarktis vorkommen. Einen Schal hat er hier das erste Mal in seinem Leben gesehen und auch gleich gekauft. Aber am Montag stellte sich ihm die Frage: "Wie benutzt man dieses Kleidungsstück???" Hans und Henning habens ihm versucht zu erklären! Dienstag kam er dann mit dem Schal um seine Tasche gewickelt in die Uni! Naja, fast, aber nicht ganz, aber wir sind guter Hoffnung, dass wirs ihm in den nächsten Monaten noch lernen! Außerdem hoffen wir für ihn, dass es nicht auch noch zu schneien beginnt. Schnee, Hilfe, das würde ihn ja komplett in den Wahnsinn treiben;-)!
Und weil die Temperatur schon unter 15 ° gefallen ist und wir solche arktischen Temperaturen gar nicht mehr gewöhnt sind, hat die Bubu, Hans, Henning WG gestern eine Glühweinfeier abgehalten! Vielen Dank an den Mann, der das möglich gemacht hat: Ingvar Kamprad, der auch in seinem IKEA Shanghai orginal Schwedischen "Glögg", der in Deutschland abgefüllt wurde, verkaufen lässt! Ein Traum!
Ich weiss es kommt spät, weil das Mondfest schon lange vorüber ist, aber weil es einfach so ein großer Brauch in China ist, muss der Mondkuchen einfach noch mal gezeigt werden. Dieser Kuchen ist mit allem Möglichem gefüllt, sogar Gemüse o.ä. kann man teilweise darin finden. Er wird zum Mondfest (15. Tag des 8. Mondmonats, idR im September) an Mitarbeiter, Freunde, Verwandte usw. verschenkt. Dabei drückt nicht der eigentliche Kuchen die Wertschätzung gegenüber dem Beschenkten aus, sondern nur die Verpackung. Der Preis für einen solchen Kuchen steigt deswegen oft in astronomische Höhen bis zu Tausende von Euros.
Hu, wer hat auf China getippt? Kalt, kalt, eigentlich eiskalt: "Tunesien" ist richtig!
Zu guter letzt noch eine Denkaufgabe und ein Vorgeschmack auf den nächsten Artikel "China und sanitäre Anlagen bzw. das Verhalten von Chinesen in selbigen", in dem ihr dann des Rätsels Lösung findet. Warum sind in Fitnesstudios folgende Schilder angebracht?
Sonntag, 2. November 2008
Von Schauspielern und von Fußball
Und schon wieder ist ein weiteres Wochenende und diesmal sogar das verlängerte vorüber (hatten ja Donnerstag und Freitag, wegen sozusagen Wandertag, frei) Außer lernen für das Mid-Term Exam nächste Woche gabs v.a. noch Fußball und Fake-Markt.
Schon vor einigen Wochen ging unter den MBA Studenten der Jiao Da (meiner Uni) eine e-mail herum, wer denn an ein wenig Fußball spielen interessiert wäre. Ich hab mich darauf hin beim Capatain Alan gemeldet und schwupsdiwups war ich für dieses Wochenende verpflichet.
Also musste ich mir auch Fußballschuhe kaufen und deswegen bin ich Freitag zu einem Fake-Market (diesmal zu einem anderen) und diese Markets sind immer wieder ein Erlebnis. Besonders einprägsam war ein kleiner Schuh-Shop, bei dem ich mir auch dann letztendlich die Fußballschuhe gekauft habe. Es war das erste Geschäft, bei dem ich Fußballschuhe entdeckte ( es gab genau gesagt auch nur die einen Paar Schuhe in insgesamt nur 2 Shops) und auch anprobierte. Der Shop hatte 2 Verkäufer, d.h. Bruder und Schwester, und mit der Schwester gings dann auch um den Preis, wobei ihr erster Preis, obwohl ich als etwas chinesisch Sprechender angeblich einen günstigeren bekomme, bei 480 Yuan (50 Euro) lag. Viel zu hoch dacht ich mir und bot nur 100 Yuan, worauf sie voll aggressiv wurde und mich so zornig anzuschauen begann, unglaublich. Nachdem ich das letzte Mittel "Gehen" angewandt hatte und sie aber immer noch 200 wollte ging ich halt wirklich. Ein paar Minuten später kam ich dann nochmal in der Nähe des Shops vorbei und der Bruder kam zu mir und wir einigten uns letztlich auf einen Preis von 125 Yuan und so gingen wir zu dem Shop zurück. Die Schwester schaute mich immer noch total aggressiv und zornig an und ich meinte dann so zu ihr, "Hilfe, ich bekomme gleich Angst" und innerhalb 1 Sekunde war sie höchstvergnügt und hatte das schönste Lachen ganz Shanghais auf. Ich finde die schauspielerischen Fähigkeiten dieser Verkäufer einfach wahnsinnig faszinierend und sicherlich um Welten besser als die von 90 % der deutschen Soap-Darsteller.
Samstag musst ich dann schon um 7 aufstehen (boa, war das hart, ich tu mir heut noch selbst leid!) und ab gings zum Fußball. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet und es war eine Mannschaft aus 15 Chinesen und mir. Außerdem gabs keine Kabinen und man hat sich irgendwie am Spielfeldrand umgezogen, naja, etwas gewöhnungsbedürftig, aber schon okay. Nach der Eröffnungsfeier (bei der ungefähr 15 Personen Grußworte aussprechen durften) dieses Shanghai Sunshine Cups, in dessen Rahmen der Sieger aller Uni-Mannschaften (ja, Shanghai hat ungefähr 10 Unis!, hm, ist wohl doch ein wenig größer als die deutschen Städte;-) ausgespielt wird, gings auch schon los und ich stand in der Startelf unseres 7 Mann starken Teams. Die Mit- und Gegenspieler stellten sich jetzt auch für mich als A-Klassenspieler nicht gerade übermächtig heraus. Die erste Halbzeit lief ziemlich gut für uns und so stand es zum Pausentee schon 4:0 für uns und ich wurde ausgewechselt. Durch unseren letztendlichen 5:1 Sieg durften wir am Sonntag im Viertelfinale schon wieder ran.
Dies mal gings erst um 1 los und ich spielte dieses Mal die 2. Halbzeit und auch dieses Mal war das Spiel schon wieder früh für uns entschieden. Das führte dazu, dass meine Gegenspieler in der Schlussphase sich mehr darauf konzentrierten, mich zu decken und an jedem Ballkontakt zu hindern, als etwas fürs Spiel zu tun. Es kam z.B. vor, dass sie sich vor Eckbällen darum stritten, wer denn jetzt mich decken darf und wer nicht:-) Das ist mir zu Hause auch noch nicht passiert!
Aber man sieht u.a. daran, dass hier Ausländer und speziell Amis und Europäer mit sehr viel Respekt behandelt werden und dass man sich einfach freut, sich mit z.B. Deutschen wie mir zu messen und auch wenns nur Fußball ist.
Nächsten Samstag steigt dann das Halbfinale und weil ich beim vermutlichen Gegner schon ein paar sehr groß gewachsene Europäer erkennen konnte, wird das wohl eine harte Nuss:-)
Schon vor einigen Wochen ging unter den MBA Studenten der Jiao Da (meiner Uni) eine e-mail herum, wer denn an ein wenig Fußball spielen interessiert wäre. Ich hab mich darauf hin beim Capatain Alan gemeldet und schwupsdiwups war ich für dieses Wochenende verpflichet.
Also musste ich mir auch Fußballschuhe kaufen und deswegen bin ich Freitag zu einem Fake-Market (diesmal zu einem anderen) und diese Markets sind immer wieder ein Erlebnis. Besonders einprägsam war ein kleiner Schuh-Shop, bei dem ich mir auch dann letztendlich die Fußballschuhe gekauft habe. Es war das erste Geschäft, bei dem ich Fußballschuhe entdeckte ( es gab genau gesagt auch nur die einen Paar Schuhe in insgesamt nur 2 Shops) und auch anprobierte. Der Shop hatte 2 Verkäufer, d.h. Bruder und Schwester, und mit der Schwester gings dann auch um den Preis, wobei ihr erster Preis, obwohl ich als etwas chinesisch Sprechender angeblich einen günstigeren bekomme, bei 480 Yuan (50 Euro) lag. Viel zu hoch dacht ich mir und bot nur 100 Yuan, worauf sie voll aggressiv wurde und mich so zornig anzuschauen begann, unglaublich. Nachdem ich das letzte Mittel "Gehen" angewandt hatte und sie aber immer noch 200 wollte ging ich halt wirklich. Ein paar Minuten später kam ich dann nochmal in der Nähe des Shops vorbei und der Bruder kam zu mir und wir einigten uns letztlich auf einen Preis von 125 Yuan und so gingen wir zu dem Shop zurück. Die Schwester schaute mich immer noch total aggressiv und zornig an und ich meinte dann so zu ihr, "Hilfe, ich bekomme gleich Angst" und innerhalb 1 Sekunde war sie höchstvergnügt und hatte das schönste Lachen ganz Shanghais auf. Ich finde die schauspielerischen Fähigkeiten dieser Verkäufer einfach wahnsinnig faszinierend und sicherlich um Welten besser als die von 90 % der deutschen Soap-Darsteller.
Samstag musst ich dann schon um 7 aufstehen (boa, war das hart, ich tu mir heut noch selbst leid!) und ab gings zum Fußball. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet und es war eine Mannschaft aus 15 Chinesen und mir. Außerdem gabs keine Kabinen und man hat sich irgendwie am Spielfeldrand umgezogen, naja, etwas gewöhnungsbedürftig, aber schon okay. Nach der Eröffnungsfeier (bei der ungefähr 15 Personen Grußworte aussprechen durften) dieses Shanghai Sunshine Cups, in dessen Rahmen der Sieger aller Uni-Mannschaften (ja, Shanghai hat ungefähr 10 Unis!, hm, ist wohl doch ein wenig größer als die deutschen Städte;-) ausgespielt wird, gings auch schon los und ich stand in der Startelf unseres 7 Mann starken Teams. Die Mit- und Gegenspieler stellten sich jetzt auch für mich als A-Klassenspieler nicht gerade übermächtig heraus. Die erste Halbzeit lief ziemlich gut für uns und so stand es zum Pausentee schon 4:0 für uns und ich wurde ausgewechselt. Durch unseren letztendlichen 5:1 Sieg durften wir am Sonntag im Viertelfinale schon wieder ran.
Dies mal gings erst um 1 los und ich spielte dieses Mal die 2. Halbzeit und auch dieses Mal war das Spiel schon wieder früh für uns entschieden. Das führte dazu, dass meine Gegenspieler in der Schlussphase sich mehr darauf konzentrierten, mich zu decken und an jedem Ballkontakt zu hindern, als etwas fürs Spiel zu tun. Es kam z.B. vor, dass sie sich vor Eckbällen darum stritten, wer denn jetzt mich decken darf und wer nicht:-) Das ist mir zu Hause auch noch nicht passiert!
Aber man sieht u.a. daran, dass hier Ausländer und speziell Amis und Europäer mit sehr viel Respekt behandelt werden und dass man sich einfach freut, sich mit z.B. Deutschen wie mir zu messen und auch wenns nur Fußball ist.
Nächsten Samstag steigt dann das Halbfinale und weil ich beim vermutlichen Gegner schon ein paar sehr groß gewachsene Europäer erkennen konnte, wird das wohl eine harte Nuss:-)
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Lange nix geschrieben
Jetzt hab ich wirklich schon lange nix mehr geschrieben, wobei, so viel ist eigentlich nicht passiert, obwohl, so wenig war es auch nicht;-)
Ehrlich gesagt hab ich die meiste Zeit wirklich gelernt und das könnt ihr mir auch wirklich glauben. Nächste Woche haben wir nämlich Mid-Term Exam und dafür ist es ganz gut, wenn man ein paar chinesische Zeichen lesen kann, weil sonst fühlt man sich so als Analphabet und das ist echt nicht so cool:-(
Freitag waren wir aber dann doch mal weg und zwar beim Inder. Das war wieder mal so ein All U can eat Angebot und dafür bekam man nicht nur Essen und Trinken sondern auch noch eine überragende Tanzeinlage eines Inders, bei der man aufpassen musste, dass man nicht selbst auf die Bühne gezogen wird;-) (siehe Video beim Inder)
Samstags trafen wir uns in unserer Sportsbar, die irgendwie von Woche zu Woche voller wird, um Bayern zu kucken (-> halb 4 deutsche Zeit ist überragend;-) und eine Runde zu zocken. (yeah, 4:2 nach 0:2, da freu ich mich sogar im fernen China) Wobei dazu noch zu sagen ist, dass im chinesischen Fernsehen pro Spieltag eine Bundesliga-Party live im Free-TV übertragen wird, das sollte man mal in Deutschland einführen, dessen Liga es ja ist. Anschließend gings dann noch auf ne Runde ins Sky und ins Muse, die Muses sind einfach die besten Clubs der Stadt! Könnte man die nicht nach Deutschland exportieren, so im Austausch gegen ein Urheberrecht oder so:-)
Sonntag stand dann das Spitzenspiel der chinesischen ersten Fußball Liga "Shanghai Shenhua" - "Guangzhou Pharmaceutical" an. Sich so zu nennen geht glaub ich auch nur in China, in Europa würden jede Woche die Kontrolleure vor der Türe stehen und nach unerlaubten Mittelchen suchen. Karten hatten wir noch nicht, aber mei, wir dachten halt, die kann man leicht an einer offiziellen Vorverkaufsstelle vorm Stadion kaufen und wenn das Stadion nur zu 20% ausgelastet ist, kann man das als Europäer eigentlich doch auch meinen, oder? Aber nein, wir sind in China und prinzipiell ist nichts so einfach, wie man es sich vorstellt!
Nachdem ich für ein Konzert ja schon mal auf Kartenfälscher reingefallen war, wollten wir dieses Mal nicht schon wieder dem Schwarzmarkt leicht verdientes Geld bescheren. Nach einer erfolglosen Irrerei ums Stadion hat uns jedenfalls ein englischsprechender Ordner am Stadioneingang implizit zu verstehen gegeben, dass man am Spieltag selbst Karten nur noch am Schwarzmarkt bekommt! Wird so etwa der Schwarzmarkt eingedämmt? Auf die Frage wie man orginale Tickets erkennt, meinte er nur, die etwas teureren sind wohl eher echt. Toller Tipp!
Es ist mit dem bloßen Auge halt unmöglich, Fake und Orginal zu unterscheiden, das kann man nur mit dem Lesegerät elektronisch erkannen! Super Ausgangslage! Trotzdem machten wir uns zu den Karten dealenden Jungs auf und haben dem erstbesten einfach gesagt(bzw. vielmehr gedeutet), er soll mit uns zum Eingang kommen. Das hat ihn zwar nicht so erfreut und auf dem Weg dorthin hat er immer wieder rumgemault, aber so was überhört man;-) Auf dem Weg tauschte er dann hinter seinem Rücken die Tickets gegen andere aus! (siehe: welche hätten wir bekommen, ohne ihn mitzunehmen) Als die Ordner am Eingang uns dann zeigten, wir dürften mit den Tickets rein, hat er auch seine 4 Euro pro Karte bekommen:-)
Das Stadion ist nicht nur von außen eine Augenweide, auch von innen sehr anschaulich. Nach dem "Einigkeit und Recht und Freiheit"
naja, nicht ganz, war wohl doch eher die chinesische Nationalhymne gings auch schon los mit einem mehr als unterhaltsamen Spiel. Zum Glück sind hier die Abwehrreihen nicht gerade die Besten und so wurde einem Torhüter schon mal der Ball von einem hinter dem Tor anstürmenden Stürmer geklaut, der ihn dann aber glorreich 10 m über das Tor drosch. Es fehlte auch nicht, dass ein anderer Angreifer den zum Freistoß ruhenden Ball dem Torhüter klaute und einfach ins Tor schoss. Gelb und Riesengelächter im Stadion. Alles in allem ging der mehr als unterhaltsame Kick 3:2 aus und Shanghai ist somit Tabellenführer! Jetzt hoffen wir mal, dass wir im Dezember die Salatschüssel in Shanghai feiern dürfen.
Dienstag gibts dann unseren Besuch im Sichuan (Region im Süden Chinas) Restaurant zu erwähnen. Diese Küche ist wirklich ziemlich scharf, zumindest so spicy, dass der Jochen und Marco (erst 2 Tage in Shanghai) das Essen über ziemlich leiden mussten und jetzt etwas verschreckt von der chinesischen Küche sind;-) Anschließend ließen wir uns in die VUE Bar, zum GRAND HYATT Hotel gehörend, kutschieren. Diese befindet sich im 32. Stock des Hotels und liegt direkt am Bund und bietet eine überragende Aussicht auf das nächtliche Shanghai, aber seht selbst:
Zur überragenden Aussicht gibts noch Cocktails aus frisch ausgepressten Früchten, wie z.B. Mango oder Lime. Nein, im Lotto haben wir nicht gewonnen, aber Dienstags zur After-Work-Party sind die Cocktails schon für 40 kuài (gesprochene Version des RMB) zu haben.
Zu guter letzt bitt ich euch, mal ein paar Kommentare zu hinterlassen, weil mich doch ein wenig interessiert, ob meine Ausschweifungen jemand liest und jemanden interessieren;-)
Ehrlich gesagt hab ich die meiste Zeit wirklich gelernt und das könnt ihr mir auch wirklich glauben. Nächste Woche haben wir nämlich Mid-Term Exam und dafür ist es ganz gut, wenn man ein paar chinesische Zeichen lesen kann, weil sonst fühlt man sich so als Analphabet und das ist echt nicht so cool:-(
Freitag waren wir aber dann doch mal weg und zwar beim Inder. Das war wieder mal so ein All U can eat Angebot und dafür bekam man nicht nur Essen und Trinken sondern auch noch eine überragende Tanzeinlage eines Inders, bei der man aufpassen musste, dass man nicht selbst auf die Bühne gezogen wird;-) (siehe Video beim Inder)
Nachdem ich für ein Konzert ja schon mal auf Kartenfälscher reingefallen war, wollten wir dieses Mal nicht schon wieder dem Schwarzmarkt leicht verdientes Geld bescheren. Nach einer erfolglosen Irrerei ums Stadion hat uns jedenfalls ein englischsprechender Ordner am Stadioneingang implizit zu verstehen gegeben, dass man am Spieltag selbst Karten nur noch am Schwarzmarkt bekommt! Wird so etwa der Schwarzmarkt eingedämmt? Auf die Frage wie man orginale Tickets erkennt, meinte er nur, die etwas teureren sind wohl eher echt. Toller Tipp!
Es ist mit dem bloßen Auge halt unmöglich, Fake und Orginal zu unterscheiden, das kann man nur mit dem Lesegerät elektronisch erkannen! Super Ausgangslage! Trotzdem machten wir uns zu den Karten dealenden Jungs auf und haben dem erstbesten einfach gesagt(bzw. vielmehr gedeutet), er soll mit uns zum Eingang kommen. Das hat ihn zwar nicht so erfreut und auf dem Weg dorthin hat er immer wieder rumgemault, aber so was überhört man;-) Auf dem Weg tauschte er dann hinter seinem Rücken die Tickets gegen andere aus! (siehe: welche hätten wir bekommen, ohne ihn mitzunehmen) Als die Ordner am Eingang uns dann zeigten, wir dürften mit den Tickets rein, hat er auch seine 4 Euro pro Karte bekommen:-)
Das Stadion ist nicht nur von außen eine Augenweide, auch von innen sehr anschaulich. Nach dem "Einigkeit und Recht und Freiheit"
Dienstag gibts dann unseren Besuch im Sichuan (Region im Süden Chinas) Restaurant zu erwähnen. Diese Küche ist wirklich ziemlich scharf, zumindest so spicy, dass der Jochen und Marco (erst 2 Tage in Shanghai) das Essen über ziemlich leiden mussten und jetzt etwas verschreckt von der chinesischen Küche sind;-) Anschließend ließen wir uns in die VUE Bar, zum GRAND HYATT Hotel gehörend, kutschieren. Diese befindet sich im 32. Stock des Hotels und liegt direkt am Bund und bietet eine überragende Aussicht auf das nächtliche Shanghai, aber seht selbst:
Zu guter letzt bitt ich euch, mal ein paar Kommentare zu hinterlassen, weil mich doch ein wenig interessiert, ob meine Ausschweifungen jemand liest und jemanden interessieren;-)
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Formel 1 am 19.10
Vor kurzem war ja großes F1-Wochenende und wenn man schon mal da ist, kann man sich das wohl ja nicht entgehen lassen. Karten hatten wir schon zu Hause, wie sich später herausgestellt hat, relativ teuer gekauft, und so stand dem Vergnügen nichts mehr im Wege. Die Strecke liegt in einem Vorort von Shanghai und deswegen sind wir mit einem Shuttle-Bus dorthin. Schon am Einstieg in der Stadt wurden uns pausenlos Gehörschützer und Ferrrari Kappen angeboten. So konnten wir schon ahnen was uns bzgl. der Lautstärke erwartete.
Nach rund 1 stündiger doch sehr holpriger Fahrt, an Lesen war im Traum nicht zu denken,
erwartete uns an der Strecke das gleiche Bild. Und ehrlich gesagt hat es mich als Mercedes Fan schon leicht gestört, dass nur Ferrari Zeug verkauft wurde und wenn etwas von McLaren, dann Kappen vom Räikkönen, der mittlerweile auch schon Ewigkeiten für Ferrari fährt, argh... Aber egal, jedenfalls fand ich es im Anschluss eine Meisterleistung chinesischer Logistik, dass ein Umschlag mit meinem Namen und mit meinen Karten in diesem Kassenhäuschen zu finden war. (Wahnsinn, normal läuft man hier eine Woche rum, um zu finden, was man braucht)
Auf dem Weg zu unserem Block erlebten wir dann den Riesenhammer: Das Gelände zur Strecke ist ja selbstverständlich umzäunt und sollte auch abgesperrt sein. Naja, wenn sich Wärter unbeobachtet fühlen, sind sie aber hier leicht dazu zu bringen, das Schloss eines Tors doch mal aufzumachen und ein paar Dutzend Menschen einfach so ohne Karte hineinzulassen. Hm, wie man diese eigentlichen Aufpasser dazu bringen kann, kann sich glaub ich jeder selbst denken, v.a. wenn diese mit dem Rücken zum Tor stehen und ihre Hände sehr empfänglich für dies und jenes nach draußen halten. So ist der Eintritt natürlich verschwindend gering, v.a. weil ja 90% eh nur Mitläufer sind und ohne alles reinkommen und mein Eintritt sehr teuer:-((
Ein weiterer Aspekt sind diese sehr mobilen Fleischspieß- und Getränkestände. Bei Großveranstaltungen verdient ja der Veranstalter idR sehr gut damit, Getränke und Speisen teuer im Gelände zu verkaufen. Theoretisch ist dies auch hier so. (relativ zum allgemeinen Preisniveau hier gesehen) Praktisch kommen dann aber an den Zaun des Geländes viele Spießverkäufer und Getränkeverkäufer und bieten ihre Waren den Gästen im Gelände für einen Bruchteil an (dass man natürlich Handeln muss versteht sich ja von selbst) Eigentlich dürften diese Händler natürlich nicht da sein, aber an manchen Zaunabschnitten und zu manchen Zeiten sind sie da und an manchen nicht??? Was könnte des Rätsels Lösung sein?
So, zum eigentlichen Grund für den Besuch und vorneweg: Das Rennen war stinklangweilig, in unserer Kurve ist einmal einer überrundet worden, sonst ist gar nichts, aber auch wirklich nix passiert, außer dass 20 Autos 56 Mal angebremst und wieder beschleunigt haben. Trotzdem ist es echt beeindruckend zu sehen, wie schnell die Wagen noch kurz vor der Kurve fahren und dann bremsen, die Fliehkräfte im Auto müssen echt unglaublich sein. Außerdem ist es wahnsinn, wie laut das Ganze ist. Wenn sich ein Auto im Umkreis von 700 m befindet, ist Kommunikation wirklich unmöglich. Das ganze Rennen ohne Ohrenschützer durchzuhalten genauso, also die Laustärke in einer Disco ist echt ein Dreck dagegen. Sonst hat halt Hamilton mehr als souverän gewonnen und Ferrari, wie zu erwarten war, die Stallorder ausgesprochen.
Nach dem Rennen wollten wir dann noch die Rennstrecke anschauen und mal schauen wie weit wir kommen, weil das Gerücht herumging, dass
Mitstudenten sogar in die VIP-Zone vorgedrungen wären. Rennstrecke war kein Problem, aber weiter gings nicht mehr. Das war aber auch schon saulustig, weil ganze Legionen von Securities immer wieder versucht haben, die Leute von bestimmten Streckenabschnitten und von der Boxengasse usw. fernzuhalten und sich daraus im Grunde ein Katz-und-Maus Spiel entwickelt hat. Sie haben sich halt etwas diletantisch angestellt, als sie da mit ihrem Absperrband 70 Meter Streckenbreite absperren wollten, weil einfach jeder schnell darunter durch ist;-)
Insgesamt war echt das drumherum um einiges amüsanter, auch wenns mal ganz interessant war, so ein Rennen live zu sehen. Man sieht halt leider nur seine Kurve richtig gut, weil die aufgestellte Leinwand viel zu klein war und man das Streckenradio durch die Kopfhörer auch nur gehört hat, wenn grad mal kein Auto vorbeikam.
Nach rund 1 stündiger doch sehr holpriger Fahrt, an Lesen war im Traum nicht zu denken,
Auf dem Weg zu unserem Block erlebten wir dann den Riesenhammer: Das Gelände zur Strecke ist ja selbstverständlich umzäunt und sollte auch abgesperrt sein. Naja, wenn sich Wärter unbeobachtet fühlen, sind sie aber hier leicht dazu zu bringen, das Schloss eines Tors doch mal aufzumachen und ein paar Dutzend Menschen einfach so ohne Karte hineinzulassen. Hm, wie man diese eigentlichen Aufpasser dazu bringen kann, kann sich glaub ich jeder selbst denken, v.a. wenn diese mit dem Rücken zum Tor stehen und ihre Hände sehr empfänglich für dies und jenes nach draußen halten. So ist der Eintritt natürlich verschwindend gering, v.a. weil ja 90% eh nur Mitläufer sind und ohne alles reinkommen und mein Eintritt sehr teuer:-((
Nach dem Rennen wollten wir dann noch die Rennstrecke anschauen und mal schauen wie weit wir kommen, weil das Gerücht herumging, dass
Insgesamt war echt das drumherum um einiges amüsanter, auch wenns mal ganz interessant war, so ein Rennen live zu sehen. Man sieht halt leider nur seine Kurve richtig gut, weil die aufgestellte Leinwand viel zu klein war und man das Streckenradio durch die Kopfhörer auch nur gehört hat, wenn grad mal kein Auto vorbeikam.
Besuch von Bäda und Judith vom 9.10 bis 14.10 bzw. 16.10
Am 9.10 hab ich zum ersten Mal Besuch aus meiner niederbayrischen Heimat bekommen und zwar vom Bäda. Der Bäda macht ja zusammen mit seiner Begleitung, der Judith aus der Nähe von Paderborn, eine Weltreise, die sie durch Asien, Australien, Nord-, Mittel- und Südamerika führt (wens näher interessiert: http://baedaundjudith.wobistdujetzt.com/ ) Ihre zweite Station nach Peking war jetzt eben Shanghai. Leider haben wir Organisationsmonster das so super geplant, dass ich von 5,5 Tagen, die er hier war, 3 Tage in Xi'an verbrachte. Donnerstags ist er wie gesagt angekommen und dann haben wir gleich mal die absoluten Highlights in Shanghai abgegrast. Freitags bis Montags war ich ja dann wie gesagt weg und da er am Dienstag schon wieder fahren musste, war das Vergnügen niederbayrisch zu reden von kurzer Dauer.
Aber da die Judith nicht wie der Bäda mit dem Zug sondern mit dem Flugzeug die Strecke nach Hongkong nahm, war sie noch bis Donnerstag sehr früh da. Mittwochs sind wir beide zum Jade Buddha Tempel hier in Shanghai. Den Eingang zu finden war gar nicht so leicht, d.h. wir wurden genau genommen einmal um den ganzen Komplex herumgeschickt und dann, ka, waren wir beim Buseingang und dann auf einmal doch drin, Kasse war da komischerweise keine, verstehe ich bis heute nicht;-) Leider durfte man von dem besten Buddha kein Photo machen. Der sieht zwar nicht ganz so wohlbeleibt wie die restlichen aus und er war grün, aber sonst unterscheidet er sich kaum von Ihnen. Außerdem haben wir noch diese beiden finsteren Zeitgenossen angetroffen und uns erstmal so richtig erschrocken;-)
Abends sind wir dann noch mit ein paar Leuten ins Bulldogs (da gibts Mittwochs 2 Stunden Freibier, weil sie wohl die Leute in die Bar locken wollen und hoffen, dass sie später auch noch was trinken, aber da haben sie sich bei uns geschnitten;-) und dann zum Mittwochs-Ritual ins M2, in dem der Einheizer einen europäischen, weissen Partner bekommen hat, der aber echt nix kann und da gar nicht hinpasst! Die Judith hatte dann das Glück, am selben Tag um 7:45 Uhr zu fliegen, sodass an schlafen nicht mehr zu denken war. Aber sie hats gut gemeistert und ist wohlbehalten in Hong Kong angekommen.
Freitag, 17. Oktober 2008
Xi'an vom 10. - 13.10
So, jetzt folgt auch schon der Xi'an Bericht. Xi'an ist eine 3,26 Millionen Einwohner Stadt(also für chinesische Verhältnisse eine mittelgroße Stadt) und war der Anfangs-/Endpunkt der Seidenstraße und ist neben Shanghai, Peking, Guilin eine der vier Hauptattraktionen Chinas (jetzt reichts aber auch wieder;-)
Jedenfalls sind wir am Freitag mit einem nagelneuen Airbus A320 der China Eastern (hätte ich nicht unbedingt erwartet) dorthin geflogen und der erste Eindruck war einfach mal kalt. Erklärt sich wohl doch durch die knapp 1000 km nörderlichere Lage und ich war echt froh um meinen Pulli und meine Jacke. Um vom Flughafen wegzukommen ging dann wieder das Preisgeschachere mit den Taxis los und naja, wir waren uns mal wieder nicht recht einig. Der anfangs billigste Anbieter stellte sich nur als Vermittler und als nicht gerade ideale Lösung heraus. Er führte uns nämlich aus dem Flughafengelände auf die große Straße hinaus(Zufahrt zum Gelände kostet Geld) und da wartete dann eine Mini-Version von einem Corsa auf uns. Aber: Da haben wir dann schon gesagt, so nicht Junge, und sind wieder zurück und haben halt dann für insgesamt 13 Euro ein großes und geräumiges Taxi genommen(war für ca 40 km aber schon noch ok;-)

Am Samstag war unsere erste Mission die Erkundung der Stadtmauer und da das am besten per Rad geht (bei 14 km Länge) sind wir gleich zum nächsten Fahrradverleih. Boa, da gabs dann Tandems und normale Räder und dann ham wir doch gleich ein Tandem genommen!!! Überragend, zu zweit macht das Radfahren doch gleich viel mehr Spaß! Natürlich war auch noch genügend Zeit für Blödel-Fotos(siehe Fotoalbum).
Nicht schlecht war auch der Chinese am "Fitnessgerät" in einem Park. Die einzige Bewegung was der für Ewigkeiten machte, war an so einem kleinen Rad zu drehen(und uns winken natürlich) Nach den ersten Impressionen aus der Höhe gings dann in die Altstadt und ins Moslem-Viertel. Nachdem sich der Hans in der Schuhputzerreihe gleich mal seine Stiefel bürsten ließ erlebten wir ein kulinarisches Erlebnis mit hunderten verschiedenen Vor-/Haupt-/Nachspeisen in den engen Gassen von Xi'an und ich muss sagen, nicht alles, was im ersten Moment gut oder schlecht aussieht entpuppt sich dann letztendlich auch so.
Kleine Geschichte am Rande: Als ich mir so eine Art Döner kaufte, habe ich mit einem 10 Yuan Schein(ca. 1 Euro) bezahlt und anfangs verlief auch alles normal. Nachdem wir dann schon ca. 200 Meter weiter gegangen waren, kam die Verkäuferin angelaufen und fuchtelte ganz aufgeregt mit meinem 10 Yuan und brüllte irgendetwas auf Chinesisch, was natürlich keiner von uns verstand. Ca. 30 Chinesen drehten sich darauf zu uns her starrten uns an und als wir weiterhin ungläubig schauten und nicht wussten, wie uns geschah, erklärte uns ein Chinese auf Englisch, dass der Schein gefälscht sei! Naja, ich gab ihr dann halt einen anderen, für mich genau gleich aussehenden und sie war zufrieden und ist zurück. Ich finde es einfach unglaublich, dass die Chinesen schon 1-Euro Scheine fälschen! Du kannst hier wirklich nichts trauen und wenn sie dir sagen, irgendetwas sei Orginal, hu, dann ist größte Vorsicht angesagt bzw. man geht einfach davon aus, dass es nicht so ist!
Den restlichen Tag sind wir dann im Grunde nur noch herumgeschlendert und abends sind wir dann zum Essen. In Shanghai hat man i.d.R. eigentlich keine Probleme ein Restaurant mit bebilderter zweisprachiger Speisekarte zu finden aber in Xi'an schon;-) So sind wir einfach irgendwo rein und waren ganz glücklich einen Englisch sprechenden Chinesen zu finden, dem wir erklärten, er soll für uns einfach jeweils ein Pork/Beef/Chicken und Vegetables Gericht bestellen. Naja, er sagte zwar er habe es gemacht, aber so recht wohl doch nicht, weil wir dann doch ganz hilflos mit der 3 Wort englisch-sprechenden Bedienung im Speisesaal standen und durch Zufallsauswahl mit Deuten irgendwo auf die Speisekarte überraschen ließen. 2 Gerichte waren letzendlich gut, 2 schlecht, Schnitt passt also;-)
Die Fahrt zu den Terrakottakriegern am Sonntag war schon ein kleines Abenteuer. Zuerst fuhren wir mit einem Doppeldecker-Bus, der so niedrig war, dass man sich nicht mal gerade hinstellen konnte. War eben für die chinesische Durchschnittsgröße optimiert. Dann folgte ein MiniBus, der nicht nur von der Größe her Mini war sondern auch v.a. vom Abstand zu den Vordersitzen. Da konnte man einfach nicht gerade sitzen bei 1,80 Meter Größe. Resultat war halt dann, dass man die Beine zur Hälfte beim Nachbarn hatte. Nach 3/4 der Strecke sollten wir dann auf einmal irgendwo in einer Wohnsiedlung aussteigen bzw. umsteigen, sodass wir die letzten 5 km wieder mit einem anderen Bus zurücklegten. Einfach wär ja auch langweilig!
Zur Besichtigung der 3 Terrakottakriegergruben leisteten wir uns eine 5-Euro Führerin die
ursprünglich 1,5 Stunden veranschlagte, aber da wir uns untertrieben gesagt nicht allzu sehr hetzen ließen, warens dann doch ein wenig mehr als 2 Stunden. V.a. die erste Grube mit ca. 6000 Kriegern war sehr beeindruckend, auch wenn noch nicht alles ausgegraben ist und man in wohl 10 Jahren noch mehr sehen kann. Ursprünglich wurden diese Krieger ja von einem Bauern in den 70 er Jahren entdeckt, der nach Wasser auf seinem Feld sucht. Unsere Führerin meinte dazu, dass er das Bronze von den Schwertern der Terrakotta-Krieger eigentlich verkaufen wollte und ihm das erst von einem Militärsoldaten verboten wurde und so ist er heute zwar berühmt, aber arm. Wobei er heute ist er immerhin ein Museumsdirektor und er war am Sonntag auch zum Signieren von gekauften Büchern anwesend. Und dieser Anblick war einfach göttlich wie dieser 70-80-jährige Chinese durch seine 1,5 Meter lange Pfeiffe sein Kraut rauchte.

Bei der Rückfahrt erfuhren wir dann wieder die große Wertschätzung von Chinesen für Europäer als sich 3 jungen Chinesinnen mit uns unbedingt unterhalten wollten und wir ihnen diesen Gefallen auch getan haben. Leider hatte sich die Kommunikation zumindest mit der neben mir sitzenden Chinesin ziemlich schnell erledigt, weil sie ungefähr so gut Englisch sprach wie ich Chinesisch;-) Abends sind wir dann nochmal zur angesagtesten Xi'aner Nudelfrau, die für ein komplettes Gericht inkl. Rührei 70 sec. braucht:-)) Und gut war es auch noch! Auf dem eigentlichen Heimweg gerieten wir dann noch ganz unverhofft in eine ziemlich wilde Party von ein paar Amis, Kanadiern... Wir haben uns dort total nüchtern unglaublich amüsiert, v.a. weil die alle dermaßen einen sitzen hatten und wenn die Amis mal feiern, dann aber wirklich richtig!
Der Montag war dann ganz entspannt(auch erstmalig warm, sodass T-Shirt möglich war) und eigentlich wollten wir ja die große Moschee noch besuchen, aber da wir die leider nicht gefunden haben (ehrlich gesagt haben wir jetzt auch nicht so exzessiv gesucht) sind wir einfach wieder mal ein paar Stunden durch die Straßen geschlendert und haben hier und da was zu essen probiert und das Ambiente genossen. Das kann man in Xi'an echt wochenlang machen. Abends gings dann wieder zurück in das deutlich wärmere Shanghai!
Jedenfalls sind wir am Freitag mit einem nagelneuen Airbus A320 der China Eastern (hätte ich nicht unbedingt erwartet) dorthin geflogen und der erste Eindruck war einfach mal kalt. Erklärt sich wohl doch durch die knapp 1000 km nörderlichere Lage und ich war echt froh um meinen Pulli und meine Jacke. Um vom Flughafen wegzukommen ging dann wieder das Preisgeschachere mit den Taxis los und naja, wir waren uns mal wieder nicht recht einig. Der anfangs billigste Anbieter stellte sich nur als Vermittler und als nicht gerade ideale Lösung heraus. Er führte uns nämlich aus dem Flughafengelände auf die große Straße hinaus(Zufahrt zum Gelände kostet Geld) und da wartete dann eine Mini-Version von einem Corsa auf uns. Aber: Da haben wir dann schon gesagt, so nicht Junge, und sind wieder zurück und haben halt dann für insgesamt 13 Euro ein großes und geräumiges Taxi genommen(war für ca 40 km aber schon noch ok;-)
Am Samstag war unsere erste Mission die Erkundung der Stadtmauer und da das am besten per Rad geht (bei 14 km Länge) sind wir gleich zum nächsten Fahrradverleih. Boa, da gabs dann Tandems und normale Räder und dann ham wir doch gleich ein Tandem genommen!!! Überragend, zu zweit macht das Radfahren doch gleich viel mehr Spaß! Natürlich war auch noch genügend Zeit für Blödel-Fotos(siehe Fotoalbum).
Den restlichen Tag sind wir dann im Grunde nur noch herumgeschlendert und abends sind wir dann zum Essen. In Shanghai hat man i.d.R. eigentlich keine Probleme ein Restaurant mit bebilderter zweisprachiger Speisekarte zu finden aber in Xi'an schon;-) So sind wir einfach irgendwo rein und waren ganz glücklich einen Englisch sprechenden Chinesen zu finden, dem wir erklärten, er soll für uns einfach jeweils ein Pork/Beef/Chicken und Vegetables Gericht bestellen. Naja, er sagte zwar er habe es gemacht, aber so recht wohl doch nicht, weil wir dann doch ganz hilflos mit der 3 Wort englisch-sprechenden Bedienung im Speisesaal standen und durch Zufallsauswahl mit Deuten irgendwo auf die Speisekarte überraschen ließen. 2 Gerichte waren letzendlich gut, 2 schlecht, Schnitt passt also;-)
Zur Besichtigung der 3 Terrakottakriegergruben leisteten wir uns eine 5-Euro Führerin die
Bei der Rückfahrt erfuhren wir dann wieder die große Wertschätzung von Chinesen für Europäer als sich 3 jungen Chinesinnen mit uns unbedingt unterhalten wollten und wir ihnen diesen Gefallen auch getan haben. Leider hatte sich die Kommunikation zumindest mit der neben mir sitzenden Chinesin ziemlich schnell erledigt, weil sie ungefähr so gut Englisch sprach wie ich Chinesisch;-) Abends sind wir dann nochmal zur angesagtesten Xi'aner Nudelfrau, die für ein komplettes Gericht inkl. Rührei 70 sec. braucht:-)) Und gut war es auch noch! Auf dem eigentlichen Heimweg gerieten wir dann noch ganz unverhofft in eine ziemlich wilde Party von ein paar Amis, Kanadiern... Wir haben uns dort total nüchtern unglaublich amüsiert, v.a. weil die alle dermaßen einen sitzen hatten und wenn die Amis mal feiern, dann aber wirklich richtig!
Der Montag war dann ganz entspannt(auch erstmalig warm, sodass T-Shirt möglich war) und eigentlich wollten wir ja die große Moschee noch besuchen, aber da wir die leider nicht gefunden haben (ehrlich gesagt haben wir jetzt auch nicht so exzessiv gesucht) sind wir einfach wieder mal ein paar Stunden durch die Straßen geschlendert und haben hier und da was zu essen probiert und das Ambiente genossen. Das kann man in Xi'an echt wochenlang machen. Abends gings dann wieder zurück in das deutlich wärmere Shanghai!
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Hangzhou und Feier zur deutschen Einheit
So, besser spät als nie kommen jetzt mal die Berichte zu Hangzhou und zur Einheitsfeier am 5.10 und 6.10. Dazu zählen auch die Fotoalben links und weiterhin gibts noch ein Fotoalbum zum YuYuan Garden, einer der Hauptattraktionen Shanghais, in dem ich schon vor einiger Zeit war.
Hangzhou
Am 5.10 stand ein Tagesausflug nach Hangzhou auf dem Programm. Hangzhou hat ca. 6 Millionen Einwohner und war im Altertum um einiges berühmter und teilweise sogar als Hauptstadt viel bedeutender. Die Hauptattraktion und eigentlich einzig wirkliche Attraktion ist der Westsee, der schon von Marco Polo als wunderbar beschrieben wurde.
Wir hatten uns ein erste Klasse Ticket (ja, da haben wir uns mal mit 5 Euro für 200 km was gegönnt ;-) besorgt und als wir mit dem Taxi am Bahnhof ankamen staunten wir nicht schlecht, weil man eher das Gefühl hatte an einem Flughafen gelandet zu sein. Nach einer Flughafen entsprechenden Personen- und Gepäckkontrolle gings erstmal in die First-Class Lounge bis unser Zug zum Check-In freigegeben wurde.(ca. 15 min vor Abfahrt) Vom oberstöckigen Wartebereich gings dann durch unser Bahnsteiggate zu unserem Gleis im unteren Stock, wo uns ein wirklich top-moderner Zug mit unglaublicher Beinfreiheit, ungefähr das doppelte als beim Flug von München-Shanghai, erwartete. Also gings mit bis zu 170 km/h Richtung Hangzhou.
Zuerst fanden wir hier eine super Toilette, die mitten auf den Gehsteig angebracht war. Da ist man durch niedrige Mauer nicht mal auf der naja, stilles Örtchen kann man das 2 m neben der Straße und bei fehlendem Dach nicht bezeichnen, Toilette allein. Am Westsee angekommen erblickten wir sofort eine versenkte Kuh, wer weiss was das wieder bedeuten soll, ich weiss es jedenfalls nicht:-)
Das absolute Hightlight war aber eindeutige die "traditionelle Pagode". Diese Pagode war wohl etwas zerstört und wie das in China so üblich ist, wurde sie nicht restauriert sondern einfach ganz weggerissen und neu hingebaut. Das führt sogar soweit, dass gleich eine Rolltreppe zur am Berg gelegenen Pagode angebracht wurde. Einfach sehr touristengerecht, so wie sich das gehört, halt total traditionell. Natürlich durfte auch der Aufzug in der Pagode selbst nicht fehlen, weil sonst müsste man ja mal ein paar Stufen zu Fuß gehen:-) Anschließend wollten wir ein paar Meter mit dem Bus zurücklegen, aber da der Busfahrer von uns partout kein Geld wollte, nicht mal, als wir es ihm hingehalten haben, war doch dieser Wegabschnitt sehr kostenlos.
Auf dem nächsten Platz war eine Gruppe von so ca. 20 Chinesen ganz glücklich, uns Europäer zu treffen. Diese Personen treffen sich jeden Sonntag zu so einer Art Englisch-Treff, was dann so aussieht, dass sie mit Ausländern Englisch sprechen um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Am besten war eindeutig dieser 8-jährige Junge, der super Englisch sprach und jedes Wort verstand. Das ist einfach so unglaublich, weil kaum ein Chinese gut Englisch kann und von so einem Jungen, der dazu noch nicht mal aus allzu reichem Hause zu kommen schien, erwartet man es erst recht nicht. Ausklingen haben wir den Tag dann bei einem Koreaner lassen, bei dem wir dann natürlich auch noch ein wenig Chinesisch lernen mussten. Das hat so funktioniert, das jeder auf sein Papier-Tischdeckchen mit den Stäbchen Zeichen gemalt hat;-) Musterstudenten eben! Kein Tag ohne Chinesisch!
Auf dem nächsten Platz war eine Gruppe von so ca. 20 Chinesen ganz glücklich, uns Europäer zu treffen. Diese Personen treffen sich jeden Sonntag zu so einer Art Englisch-Treff, was dann so aussieht, dass sie mit Ausländern Englisch sprechen um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Am besten war eindeutig dieser 8-jährige Junge, der super Englisch sprach und jedes Wort verstand. Das ist einfach so unglaublich, weil kaum ein Chinese gut Englisch kann und von so einem Jungen, der dazu noch nicht mal aus allzu reichem Hause zu kommen schien, erwartet man es erst recht nicht. Ausklingen haben wir den Tag dann bei einem Koreaner lassen, bei dem wir dann natürlich auch noch ein wenig Chinesisch lernen mussten. Das hat so funktioniert, das jeder auf sein Papier-Tischdeckchen mit den Stäbchen Zeichen gemalt hat;-) Musterstudenten eben! Kein Tag ohne Chinesisch!
Einheitsfeier am 6.10
Zum "Tag der deutschen Einheit" hatte der Generalkonsul alle deutschen Landsleute aus Shanghai und Umgebung ins Radisson Plaza Hotel eingeladen. Da durften wir Studenten natürlich auch nicht fehlen. Kleines Problem war aber erst, dass der Dresscode auf "Dunkler Anzug" festgelegt war. Naja, in China bekommt man ja bekanntlich alles und so sind wir schnurstracks zum Kleidermarkt und haben uns da einfach halt einen Anzug für aufgepasst, 50 Euro(wär wahrscheinlich auch noch billiger gegangen, aber wir sind halt Nicht-Chinesen und so ist für uns alles ein wenig teurer) maßschneidern lassen. Außerdem ein Hemd für 9,50 Euro inkl. meiner Initialien. Jetzt fehlten nur noch die Schuhe, aber mit 4 Euro ließ sich auch dieses Problem lösen. Ich liebe diese Preise hier!!!
Mit dem Taxi ging dann zum besagten Hotel und am Eingang befand sich auch bereits eine ordentliche Schlange, die sich aber dadurch erklärte, dass jedem Gast durch ca. 10 Personen die Hand geschüttelt wurde und jeder also persönlich begrüßt wurde, so wie sich das gehört. Von den 4000 in Shanghai lebenden Deutschen waren gefühlt auch fast alle da, insbesondere sehr viele Studenten. Bei der Rede des Konsuls hat man eigentlich nur verstanden, dass das Buffet eröffnet ist, was ja auch eindeutig der wichtigste Teil ist:-) Sofort haben sich dann riesige Schlangen gebildet, sodass man nicht mehr sah, wo sich welcher Teil des Buffets befand und so hab ich Idiot mich gleich mal beim Salat-Buffet angestellt, wobei ich ja Salat sogerne mag.
Vom Kevin hab ich dann erfahren, dass unser Altkanzler, jetzt ja in Diensten von Gazprom, auch zu Gast sei und das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. So bin ich mit ausstregter rechter Hand zur Begrüßung auf ihn zugegangen und das hat ihn gleich mal etwas verwirrt, weil er mit seiner rechten Hand sein Weinglas gehalten hat, das er dann flugs in seine linke Hands wechselte, sodass dem Handshake nichts mehr im Wege stand. Auf meine Frage, was er denn hier mache meinte er nur kurz "arbeiten", hm, scheinbar hatte er gerade keine allzu große Lust auf Small-Talk:-) Zum Photo haben wir uns dann ganz professionell aufgestellt und anschließend war der Kevin dran.
Das anschließende Essen war das bisher einzig europäische für mich hier in Shanghai und wirklich großartig, v.a. auch weils nie ausging. Es gab Kartoffelpüree, Sauerbraten, Kassler, Würstchen, Brezen(!)... und nicht zu vergessen die Nachspeisen Käsekuchen, Bayrisch Creme... alles was der deutsche Magen begehrt;-)
Hm, warum haben wir eigentlich nur einen Nationalfeiertag und warum gibts nur eine Feier pro Jahr. Man sollte wirklich den Antrag beim Konsulat stellen, solch eine Verantstaltung monatlich durchzuführen:-)
Mit dem Taxi ging dann zum besagten Hotel und am Eingang befand sich auch bereits eine ordentliche Schlange, die sich aber dadurch erklärte, dass jedem Gast durch ca. 10 Personen die Hand geschüttelt wurde und jeder also persönlich begrüßt wurde, so wie sich das gehört. Von den 4000 in Shanghai lebenden Deutschen waren gefühlt auch fast alle da, insbesondere sehr viele Studenten. Bei der Rede des Konsuls hat man eigentlich nur verstanden, dass das Buffet eröffnet ist, was ja auch eindeutig der wichtigste Teil ist:-) Sofort haben sich dann riesige Schlangen gebildet, sodass man nicht mehr sah, wo sich welcher Teil des Buffets befand und so hab ich Idiot mich gleich mal beim Salat-Buffet angestellt, wobei ich ja Salat sogerne mag.
Hm, warum haben wir eigentlich nur einen Nationalfeiertag und warum gibts nur eine Feier pro Jahr. Man sollte wirklich den Antrag beim Konsulat stellen, solch eine Verantstaltung monatlich durchzuführen:-)
Freitag, 10. Oktober 2008
Sorry
dass ich diese Woche nicht dazu gekommen bin, den Beitrag zum Gerd zu schreiben und über den Sonntag mit dem Ausflug nach Hangzhou zu berichten. Wird aber ganz bestimmt nächste Woche nachgeholt. Nächste Woche erst, weil wir jetzt gleich nach Xi'an zur Terrakottaarmee fliegen und erst Montag Nacht wiederheimkommen. Dann gibts nächste Woche halt die Mega-Aktualisierung;-) Bis dann
Montag, 6. Oktober 2008
Freitag, 3. Oktober 2008
Snooker mit Ronnie O'Sullivan
Zuletzt noch eine kleine Anmerkung, warum die Fotos so schlecht sind: Man durfte in der Halle nicht fotografieren und das wollten auch so kleine Chinesinnen durchzusetzen und das war echt amüsant. Die sind dann immer mit so 1*1 Meter großen Schildern rumgerannt, auf denen durchgestrichene Kameras waren und haben dir das so vor die Kamera gehalten, dass du nicht fotografieren konntest;-)
Japaner und M2 am 1.10
So, jetzt kommt mein Bericht vom Mittwoch aus unserer freien Woche. Ja, diese Woche war Golden Week, weil der 1.10 der chinesische Nationalfeiertag war und deswegen haben so ziemlich alle Chinesen und sogar wir Studenten die ganze Woche frei gehabt. Deswegen sind wir am Mittwoch gleich mal zum Japaner. Und zwar war es da so, dass wir zu 10 einen Tisch reserviert hatten und dann gleich den ganz großen Tisch im Masterzimmer bekommen haben, vor dessen Betreten man noch dazu die Schuhe ausziehen musste. Außerdem haben wir alle jeweils 110 kwài (Ausdruck in der gesprochenen Sprache für Yuan und ca. 11 Euro) bezahlt und dafür war das ganze Essen und Trinken umsonst. Das lief dann so ab, dass jeder auf der Karte rauf und runter bestellt hat, was er gerade wollte. Das Essen kam dann zu unserem Tisch und wie es in China bei größeren Gruppen so üblich ist, haben alle alles gegessen. Naja, ehrlich gesagt bis auf der Steffi ihren Salat, weil keiner Salat wollte:-) Natürlich gabs auch genügend Bier dazu und je später es wurde, desto höher wurde auch die Frequenz des Sake-Konsums. Sake ist ein japanischer Reiswein, der in der Regel heiß serviert wird und der auch ehrlich gesagt nur zumindest warm gut bzw. genießbar ist.
Es erklärt sich fast von selbst, dass der Alkoholpegel der Gruppe mit der Zeit wieder ziemlich hoch war, v.a. weil wir dort knapp 3 Stunden waren und so mussten wir anschließend natürlich noch ins M2(es war ja auch Mittwoch und Hip-Hop Time). Da sind wir halt dann noch ein wenig abgegangen bzw. nicht nur wir, sondern v.a. auch dieser super Einheizer(siehe Video) Naja, als es dann schon wieder später war, wollte einige noch unbedingt ins Bar Rouge. Problem dabei ist, dass dieser Laden direkt am Bund und mehr als sauteuer ist(da kann es schon mal passieren, dass man für 1 Liter O-Saft 20 Eur bezahlt;-). Aber trinken wollten wir ja eh nix mehr und dann sind wir mit dem Taxi dahingedüst, aber mehr als diesen brennenden Mülleimer zu bestaunen war nicht drin, weils schon 4 Uhr war und die Bar dementsprechend schon geschlossen hatte.
Spektakulär ist dies nur insofern, weil man in Shanghai eigentlich so gut wie keine Kriminalität bzw. keinen Vandalismus erlebt(nicht zu vergleichen mit zu Hause) Warum das gute Teil gebrannt hat, hab ich aber bis jetzt nicht herausgefunden.
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Lustiger Ausflug am 24.09 ins M2 und an den Bund
Letzter Mittwoch war einfach überragend. Zuerst sind wir ins M2 und haben da wieder die OpenBar genossen, wobei es diesmal jedem freigestellt war, ein Band zu kaufen, für das man dann bestimmte Getränke umsonst bekommt oder eben nicht. Diesmal waren wir echt viele deutschen TUler, alles in allem würde ich sagen, bestimmt 10 oder so. Nachdem das M2 leider schon um knapp halb 5 zugemacht hat und wir noch gar nicht so recht in Heimgehlaune waren, sind wir dann noch in eine Bar, die allerdings nicht so der Brüller war. Die war irgendwie so im Vorhof vom Starbucks und so mit einem Steinboden, aber naja, die hat dann auch schon wieder nach so einer dreiviertel Stunde zugemacht, sodass wir auf die Straße bzw. die Treppe davor verbannt wurden. Das erste Highlight dort war dann der Senegalese, das 2. dieser Gehwegputzmann und dann kam dieser alte Herr mit der Zigarette im Zahnzwischenbereich
und dann: Also Chinesen transportieren ja grundsätzlich alles per Rad und Roller und v.a. auch stets riesige Mengen, aber das hatte ich noch nicht gesehen. Da fährt doch allen Ernstes um 6 Uhr früh eine Frau mit einer toten Sau auf dem Gepäckträger durch die Gegend. Das muss man sich so vorstellen, dass auf der einen Seite der Kopf und auf der anderen Seite die Beine heruntergehangen haben. Unglaublich! Dann haben wir uns gedacht, mei, was sollen wir um halb 7 schon heimgehen und uns kam die grandiose Idee zum Bund zu fahren und den Chinesen bei ihren Tai Chi Übungen zuzuschauen. Gesagt, getan und das war die Reise wirklich wert. Am Bund selbst waren zwar nicht so viel los, dafür aber umso mehr in der Haupteinkaufsstraße Shanghais, der Nanjingdonglu. Und zwar haben wir lauter Gruppen von so durchschnittlich 20 Chinesen angetroffen, die stets eine kleine Musikanlage mit Lautsprecher vor sich aufgestellt haben und danach dann ihre Übungen mit Schwertern, Seilen und was weiss ich alles gemacht haben. Es hat auch Gruppen gegeben, die getanzt haben...

Außerdem haben wir auch noch ein paar schlafende Menschen angetroffen, aber es war ja noch sehr früh und sicherlich noch keine Zeit zum Aufstehen(Fotos zum Ausflug findet ihr auch links in meinem Blog unter Fotos)
Außerdem haben wir auch noch ein paar schlafende Menschen angetroffen, aber es war ja noch sehr früh und sicherlich noch keine Zeit zum Aufstehen(Fotos zum Ausflug findet ihr auch links in meinem Blog unter Fotos)
Mittwoch, 24. September 2008
Fake-Market
Heute, ich glaub, es war der 11. September, oh mir fällt grad auf, das ist ja ein berühmt gewordener Tag, war ich am Fake-Market. Das ist einfach ein Markt bzw. eine Aneinanderreihung von Shops(die meist nur um die 20 qm groß sind), die ganz einfach nachgemachte Marken bzw. Fakes verkaufen. Hier kann man z.B. Schuhe, Polos, Fußballtrikots, natürlich DVDs.. kaufen. Das Lustige daran aber ist meiner Meinung nach nicht das Kaufen selbst, sondern das Verhandeln. Aber von vorne: Als Westler fällt man auch in Shanghai(die Stadt, in der das ganze sicher noch am gemäßigsten ist) ja immer auf und wenn man auch nur in die Nähe eines solchen Fake-Markets(Nähe heisst in diesem Fall ungefähr 500 m) kommt, stehen schon Händler da, die dich unbedingt in ihren Laden bringen bzw. locken wollen. Standardsatz lautet da immer ungefähr so: Hey my friend, I make you good price oder Cheap price oder so ähnlich. Aber mein Ziel war ja heute sowieso dahinzugehen, aber das heisst noch nicht, dass ich deswegen mit diesen Lockvogeln mitgegangen bin sondern vielmehr, dass ich da einfach mal in diesen Gang reingegangen bin. So, dann hab ich halt ein wenig rumgeschaut und als erstes so Fußballtrikots endeckt. Also bin ich in den Shop rein und sofort waren 2 Verkäufer da. Jetzt hat man natürlich ein wenig das Problem, dass man drin ist und ein Verkäufer bleibt stets in Türnähe stehen, sodass man nicht so einfach herauskommt und der zweite schwafelt einen zu, wie z.B. mit: "Which team do you like"... Ich hab halt dann irgendwas gesagt und die haben mir es entweder dann gegeben, stets mit der Versicherung "good quality"(wobei wenn man das immer glaubt, ist alles hier in china "good quality) oder wenn sie es nicht hier hatten, ist ein Verkäufer aus dem Laden verschwunden, nachdem der Versicherung sie hätten es natürlich und "Wait a minute". Man muss wissen, dass chinesische Verkäufer prinzipiell immer alles haben;-) Der Punkt ist einfach, dass sie in einen anderen Shop laufen und es dort holen(Das ist alles dort eine große Familie; das geht sogar soweit, dass es manchmal noch weitere Personen gibt, naja, Laufburschen halt, die nachdem man einen Shop verlassen hat, ohne etwas zu kaufen, einem hinterherrennen und dies auch den anderen Shops, zu denen man evtl. als nächstes geht, mitteilen:-) Ja genau, jedenfalls hatte ich dann halt das richtige Trikot und dann ging das Verhandeln los. Das begann damit, dass ich nach dem Price gefragt hab und der Verkäufer einen Taschenrechner hervorgekramt und dort dann einen utopischen Preis hineingetippt hat. Ich hab natürlich bestürzt reagiert(Verhandeln halt), worauf er mir den Taschenrechner gegeben hat, um meinen, wie sie immer schön sagen, "Last Price" einzutippen. (man sollte jetzt ungefähr einen Referenzpreis haben, wie weit es runtergehen wird und was des Verkäufers Schmerzgrenze(man lernt das mit der Zeit einzuschätzen) ist und einen Preis noch unterhalb dessen eintippen) So, dann gings halt ein wenig hin und her und irgendwann hab ich dann No gesagt(weil der Preis einfach noch zu teuer war) und bin aus dem Laden gegangen. Da mir jetzt der Verkäufer hinterhergerannt ist und durch den ganzen Markt einen niedrigeren Preis geschrien hat, wusste ich, dass dies dann so ziemlich seine Schmerzgrenze ist und sein Preis zuvor noch viel zu hoch war. Wenn man jetzt den neuen Preis will, dann geht man einfach nochmal zurück, zahlt das, und gut ist es. Was ich hier übrigens genauso gemacht hab. Der Punkt ist einfach, dass wir Westler sind und man als Westler sowieso so ziemlich immer(außer wenn es Speisekarten, Preisanschriften o.ä. gibt) einen höheren Preis zahlt weil man ja für ziemlich vermögend, aufgrund seiner Herkunft, was ja im Vergleich zu einem Durchschnittschinesen auch stimmt, gehalten wird, und die Chinesen es auch irgendwie im Blut haben(siehe Metro: keine Rücksicht) einen über den Tisch zu ziehen.
So, meine letztliche Ausbeute des heutigen Tages seht ihr hier.

Der Preis für all dies war übrigens 110 Yuan, was ca. 11 Euro entspricht:-) Ich glaub, ich hab gut verhandelt, zumindest für einen Deutschen:-))
So, meine letztliche Ausbeute des heutigen Tages seht ihr hier.
Der Preis für all dies war übrigens 110 Yuan, was ca. 11 Euro entspricht:-) Ich glaub, ich hab gut verhandelt, zumindest für einen Deutschen:-))
Lustiger Metroalltag
Heute will ich euch mal vor Augen führen, wie das Metrofahren in Shanghai so ist. Naja, zugegeben, es ist nicht immer so schlimm, aber: wenn man in der Rush-Hour Metro fährt, und das ist ja immerhin 2 mal am Tag für 2-3 Stunden, dann ist es so schlimm. Es ist eine fürchterliche Angewohnheit der Chinesen, dass alle sobald die Türen aufgehen sofort in die Metro stürmen und niemand, auch wirklich niemand herausgelassen wird. Dass das vielleicht sinnvoller ist, weil dann mehr Leute hineinpassen, weil ja welche ausgestiegen sind, das verstehen die Chinesen scheinbar nicht:-) V.a. ist es ja in vorliegendem Fall eigentlich unabdingbar, weil sonst in diese vollgestopfte Metro ja sowieso keiner mehr reingeht, aber naja. Eine direkte Folge ist dann, dass auch in der Metro stets voll gedrängelt wird, weil die Leute, die an der nächsten Station rauswollen, drängeln sich halt schon ab der letzten Station zur Tür durch, weil sie evtl. sonst nicht mehr rauskommen. Das machen sie jedoch auch an Stationen wie dem People's Square, an dem sowieso 3/4 der Fahrgäste aussteigen, aber naja, die Chinesen schauen halt nur auf sich. Das alles ist halt ein gutes Beispiel für die Rücksichtslosigkeit der Chinesen, die sich nicht nur am Eingang zur Metro widerspiegelt, sondern auch an jeder Rolltreppe, jeder Art von Eingang usw. Auch wenn da keiner aus der anderen Richtung kommt, bleibt ja immer noch die Menge, die auf die Rolltreppe will und da wird wirklich um jeden cm gekämpft. Aber mei, ich denk mir dann immer: Größer wie ich ist ja sowieso fast keiner und so gewöhnt man sich daran und macht mit der Zeit genauso mit:-) Lustig wirds dann wieder in Deutschland, wenn ich da dann das gleiche Verhalten an den Tag lege, dann glaub ich, könnte mich schon mal ne Rechte oder Linke oder mindestens ein blöder Spruch treffen:-)) Aber überzeugt euch selber, das Metrovideo spricht für sich.
Einfach in der linken Spalte unter Videos das Metrovideo auswählen.
(bitte auf den Schluss des Videos achten: Der Metrowärter mit den weißen Handschuhen muss die Tür zuschieben, weil sonst ginge die nicht zu)
Aber irgendwie ist das Verhalten halt auch logisch, weil sonst kommt man ja in einer Stadt wie Shanghai mit 15-20 Millionen Menschen nie weiter und bei so vielen Chinesen und Menschen auf einem Fleck muss man sich halt auch durchboxen. So far..
Einfach in der linken Spalte unter Videos das Metrovideo auswählen.
(bitte auf den Schluss des Videos achten: Der Metrowärter mit den weißen Handschuhen muss die Tür zuschieben, weil sonst ginge die nicht zu)
Aber irgendwie ist das Verhalten halt auch logisch, weil sonst kommt man ja in einer Stadt wie Shanghai mit 15-20 Millionen Menschen nie weiter und bei so vielen Chinesen und Menschen auf einem Fleck muss man sich halt auch durchboxen. So far..
Auch lini bloggt jetzt!
Schön, dass ihr auf meinem Blog vorbeischaut. Es hat zwar lange gedauert, bis ich mich durchgerungen habe, damit anzufangen, aber es hat ja jetzt doch noch geklappt;-)
Also viel Spaß mit dem Blog.
Also viel Spaß mit dem Blog.
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