Dienstag, 27. Januar 2009

Die meisten von euch haben mich wohl eh schon gesehen oder es irgendwie anders gemerkt, ja, ich bin wieder in Neufahrn, Deutschland;-) Werd jetzt hier noch ein paar Prüfungen an meiner Heimatuni, der TU München mitschreiben und dann ein Praktikum machen.

Schöne Grüße und vielen Dank, dass ihr meine Ausführungen hier so regelmäßig verfolgt habt.

Dienstag, 13. Januar 2009

1000 Fotos und Rückkehr

Unter folgendem Link seht ihr hunderte von Fotos von Julias und meiner Rundreise (der Rest von Beijing kommt dann morgen):

http://picasaweb.google.com/m.linhart86

Tut mir leid, dass diese noch keine Beschriftungen haben und teilweise auch etwas durcheinander sind.
Bin leider etwas im Stress, weil ich jetzt nächsten Dienstag schon heimkomme!

Also man sieht sich demnächst

Montag, 5. Januar 2009

Grüße aus Beijing

Nachdem wir jetzt Guilin, Yangshuo, Sanya, Haikou(die letzten beiden Orte liegen auf der Insel Hainan) besichtigt und dort auch geurlaubt haben, sind wir gestern in Beijing angekommen. Gleich nach der Ankunft gings zu den Olympiastätten und heute waren wir in der Verbotenen Stadt (unglaublich wie riesig die ist :-)
Ab Samstag bin ich wieder in Shanghai, dann gibt es ausführliche Berichte und viele, viele Fotos.

Freitag, 26. Dezember 2008

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Merry Christmas and a happy new year!

wünsche ich euch allen von ganzen Herzen. Am 21. Dezember ist ja die Julia eingetroffen und wir haben uns auch ein gutes Programm vorgenommen. Nach Weichnachten in Shanghai sind wir mittlerweile schon in Guilin angekommen und werden morgen nach Yangshuo mit dem Boot weiterfahren. Montag gehts dann nach Hainan weiter, sodass wir Silvester unter Palmen verbringen können;-) Zum Abschluss der Chinareise fliegen wir dann in die Hauptstadt Peking zur Chinesischen Mauer, dem Tiananmen Square, den Olympiastätten....
Ab 9. Dezember bin ich dann wieder in Shanghai und Julia wieder zurück in Deutschland! Rutscht gut hinüber!!!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Historisch niedrige Aufrufzahlen meines Blogs zeigen mir, dass es mehr als höchste Zeit für einen neuen Post ist. Sorry, aber irgendwie bin ich nie dazugekommen, hier ist einfach zu viel los. Ich hoffe, ihr habt wenigstens durch die neuen Photos einen kleinen Eindruck bekommen.

Zum 1.Advent wurde dann unser wenig Weihachten mit der Glühweinparty bei Hans und Henning eingeläutet. Diese Tradition ziehen wir auch die übrigen 3 Adventssonntage mit jeweils wechselndem Ausrichter durch. Wenigstens ein kleiner Ausgleich dazu, dass wir hier auf Christkindlmärkte verzichten müssen.


Da die Alpen fern und auch keine anderen brauchbaren Berge in der Umgebung zu finden sind, haben wir uns Mittwoch vor einer Woche zur Skihalle mitten in Shanghai aufgemacht. Für ca. 10 Euro gabs eine Stunde netto (also ohne Umziehen und Skischuhe, Ski aussuchen usw.) Skifahren und für eine Skihalle reicht die Stunde auch;-) Skibekleidung und -ausrüstung wurde natürlich gestellt, weil wer hat denn in Shanghai schon selbiges. Die Bekleidung und auch die Ski bzw. Boards waren jetzt aber nicht wirklich aktuell, man fühlte sich eher an James Bond-Filme der
70er Jahre erinnert. Taillierung ist China scheinbar noch ein Fremdwort und die Bindungen verdienen auch eher die Bezeichnung leichte Halterungen o.ä. Aber für eine Stunde hats vollkommen gereicht!

Die Halle an sich war ganz ok und hatte auch einen Tellerlift und Troy, unser Phillippiner, hat in seinem Leben das erste Mal Schnee bzw. ein paar Wasserkristalle gesehen. Trotz leichten Lift- und Stand- bzw. Fahrproblemen sind wir letztendlich dann doch alle immer wieder den, wie man im Hintergrund sieht, wahnsinnig steilen Hang runtergekommen und konnten am Schluss dann geschafft aber teilweise sehr erleichtert, dass es vorbei ist, solche Fotos machen;-)

Am Samstag wurden wir vom MBA Office gezwungen, zur Internationalen Konferenz der Expo 2010 in Shanghai zu gehen. (da die Konferenz ziemlich früh anfing haben wir uns am Freitag nur ein zweites Mal Inder gegönnt und diesmal war zwar kein einzelner Tänzer, dafür aber eine ganze Horde Inder da. Das Video dazu findet ihr links)

Man brauchte bei der Konferenz scheinbar ein paar Ausländer um dem Ganzen zumindest den Anschein einer "internationalen" Konferenz zu geben und so fühlte man sich noch mehr als ein begehrter Fotostar wie sonst in China. Die Konferenz bzw. die Vorträge waren jetzt nicht gerade der Brüller, worin uns sogar einige Chinesen vorbehaltslos zustimmten.

Das Essen unserer MBA-Gruppe war auch sehr gut organisiert. Nach dem wir nach einiger Zeit zuerst einmal in die Mensa geführt wurden (ich muss dazu sagen, dass Mensa in China wirklich, hm, ich glaub ihr wisst was ich meine) und nachdem wir da 10 Minuten rumsaßen und nichts passiert ist, wurden wir dann mit einem Bus doch, einer Internationalen Konferenz würdig;-), zu einem 5-Sterne Hotel kutschiert und durften dort essen. Leider kamen wir dann etwas zu spät zurück, aber zur Kaffepause waren wir zum Glück gerade noch rechtzeitg da. Nach der Pause dachten wir uns, hm, ist doch um einiges interessanter, sich mal mit Leuten anderer Unis zu unterhalten und den Hostessen (Mädels anderer Unis) war ja eh langweilig. Es folgten also Gruppenfotos mit uns Jungs und den Mädels, was diese sowieso immer unglaublich finden. (Hab leider nur dieses im Moment hier, das mit den 25 Mädels und uns zu 4 wird aber nachgereicht;-)

Btw: Es passiert in China sehr häufig, dass man an Sehenswürdigkeiten angeredet wirst, ob man sich mit jemandem fotografieren lassen würde. Weil sich die Leute dann auch immer so freuen (meistens sind es schon Mädels) kommt man diesem Wunsch auch gerne nach. Das einzige was nicht so toll ist, sind diese geheimen Fotos, wenn Leute ein Ziel im Visier haben und dann kurz vorm Abdrücken doch noch schnell den Photo schwenken und nur dich fotografieren. Es ist auch schon vorgekommen, dass sich jemand hinter einem schleicht und ein anderer von vorne von dir und der anderen Person ein Foto macht.

Zum Abschluss der Konferenz wurde uns noch eine Bootsfahrt auf dem Huang Pu mit Dinner angeboten. Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen und es hat sich auch wirklich rentiert. Eine super Aussicht und dazu noch Büffet, was will man mehr.

Dienstag musste ich die Klausur zu Corporate Finance schreiben, die vom Stoffumfang gar nicht wenig war, aber zum Glück war sie Open-Book und die Prüfungsaufsicht war auch eher chinesicher Natur. Beispielsweise war 1-2 Minuten gar keine Aufsicht im Raum, was bei Multiple-Choice Fragen prinzipiell super ist, aber rein gar nichts gebracht hat, weil wir uns nicht einig waren;-)

Freitag kam dann der Baron oder Tauchleher, wie ihr wollt, auf seinen 3,5 tägigen Kurztrip vorbei. Weil Air France es nicht geschafft hatte, sein Gepäck beim Umstieg in Paris ausreichend schnell zu verladen, durfte er von Paris nach Shanghai Business-Class fliegen, nicht schlecht. Ich glaub, dass er das Wichtigste gesehen bzw. erlebt hat, wozu natürlich Bund, Altstadt, Pudong, Stoffmarkt, Fake-Markt aber auch das Nachtleben zählt.

Extra erwähnen will ich nur noch den Samstagabend beim Teppanyaki. Nachdem man 3 Wochen lang versuchte dieses Event zu organisieren, ging dann am Samstag alles wie geschmiert und wir waren letztendlich 18 Leute und damit zu viel;-) Zum Glück konnten vier von uns auf einen anderen Tisch ausweichen, auf dem genau noch 4 Plätze frei waren.

Teppanyaki ist japanisch und man sitzt um eine heiße Stahlplatte, auf der der Koch dann die zuvor bestellten Gerichte zubereitet. Man isst dabei alles mögliche von Reis, Fleisch, Muscheln, Fisch... und jeder hat einen Teller vor sich, auf den man dann einen Teil jedes Gerichts vom Koch serviert bekommt;-) Dazu gibts noch Bier und Sake und es ist echt cool, dass alles so direkt vor einem gebraten wird und wir haben auch wirklich gute Qualität bekommen. Das Highlight sind zum Schluss die flambierten Bananen, bei denen der Koch dann richtig Feuer mit Stichflammen von 1,5 Meter Höhe zaubert. Diese schmecken in Kombination mit Eis dann wirklich großartig (Bilder demnächst).

Freitag, 28. November 2008

Ändi, Geb.feier, Taylor-Markt, Taxi und Auffahrunfall

So, jetzt bin ich schon wieder so weit hinten dran, dass ich echt überlegen muss, was los war.
Ah ja, letztes WE ist der Ändi vorbeigekommen, weil er mit seinem Kurs der Uni Washington eine Reise nach Peking, Shanghai und Hongkong gemacht hat. Durch deren dicht gedrängtes Programm haben wirs dann erst am Montag geschafft uns zu treffen.

Montag bin ich mit seinem Kurs in eine Akrobatik-Show in der Shanghai Circus World gegangen. War ganz nett und das beste daran war eindeutig, wie in diesem Kugel-Käfig ungelogen 8 Motorräder gleichzeitig mit gar nicht so langsamer Geschwindigkeit gefahren sind;-)

Dienstag habe ich ihm dann noch die Aussicht aus der Vue-Bar (die Bar mit der besten Aussicht, die ich auch schon an früherer Stelle erwähnte) gezeigt und da er dann zur Massage wollte, sind wir ungelogen um halb 2 noch zur einstündigen Massage. Für 6 Euro war die ganze Sache zwar nicht so wahnsinnig entspannend, aber sehr amüsant. Grund war eigentlich, dass meine Masseurin mir andauernd etwas auf Chinesisch erzählt hat und ich andauernd überlegen musste, was sie denn jetzt von mir will und mir Antworten überlegen. Außerdem war das ganze eher eine Turnstunde, weil die die wildesten Verrenkungen mit mir und an mir gemacht hat und links und rechts von mir und was weiss ich wo rumgekraxelt ist. Also chinesische Massage ist echt ein Erlebnis!

Der Geburtstag vom Höss Thomas und der Tiffany am Freitag hat dann ein wenig die interkulturellen Unterschiede zwischen uns Europäern und den Chinesen aufgezeigt. Die Party begann offiziell um 9 Uhr und als wir um viertel nach 9 gekommen sind, waren außer den im Apartment lebenden Westlern ca. 25 Chinesen da, die im Schnitt so ca. um halb 9 gekommen waren. Hm, um 1 waren dann noch 3 Chinesen und ca. 30 Europäer da, war etwas bezeichnend und echt verwunderlich. Hier sind die Gastgeber Thomas und Tiffany zu sehen;-)

Boa, am Taylor-Markt hab ich mir außerdem einen Kaschmir-Mantel (haben sie mir zumindest erzählt, dass das einer wäre:-) machen lassen und außerdem ein schwarzes Hemd mit meinem chinesischen Namen auf der Hemdtasche in Silber eingestickt, ein Leckerbissen muss ich sagen.

Hm, seit dieser Woche habe ich außerdem meinen International MBA (Master of Businness Administration) Kurs an meiner Uni und somit leider keinen Sprachkurs mehr, weil sich das zeitlich überschneidet. Im Kurs sind ca. 70 % chinesische Studenten und das Niveau ist wohl nicht ganz mit dem einer deutschen Universität vergleichbar. Der Praxisbezug wird aber durch viele Fallstudien, die dann den Lehrstoff stets gut erklären, besser hergestellt. Nächsten Montag haben wir außerdem eine große Diskussion mit verschiedenen schon eingeteilten Gruppen. Die Zusammenarbeit und die Treffen im Vorfeld mit den Chinesen sind wirklich interessant und eine Erfahrung bzgl. der interkulturellen Zusammenarbeit.

Letzten Samstag hatten wir das Ziel, ein brasilianisches Restaurant zu finden, in dem man für ca. 8 Euro so viel Fleisch essen kann, wie man will. Ideal, aber: wir habens nicht gefunden und aßen dann woanders und wollten dann weiter. Die U-Bahn in Shanghai stellt ihren Betrieb jedoch sehr früh ein und so mussten wir ein Taxi nehmen, aber es hat geregnet. Das Bittere war, dass wir letztendlich ohne Regenschirm ca. 40 min. mit Chinesen um Taxis kämpfen mussten, und das ist wirklich ein Kampf. Prinzipiell sind bei Regen und in der Rush-Hour nämlich alle Taxis besetzt und man muss auf diejenigen spekulieren, deren Insassen dort aussteigen, wo man gerade ist. Das führt dazu, dass ca. 10 Personen auf jedes Taxi stürmen, das anhält und wer schneller drinsitzt, hat dann gewonnen und darf Taxi fahren;-)

So, auf dem Weg zu Hennings Geburtstagsfeier hab ich noch eine unvergleichbar chinesische Geschichte miterlebt. Was passiert bei einem relativ harmlosen Auffahrunfall, bei dem aber beide Autos schon ein wenig beschädigt werden. Ja, 10-15 min. lang schreien und beschimpfen sich die beiden Fahrer aufs Ärgste, während eine ganze Schar Chinesen dem Treiben vergnügt zusieht. Wenn ein Taxi beteiligt ist, warten die Fahrgäste derweil im Taxi, weil die Klärung des Konflikts glaub ich immer die Selbe ist. Nach wie gesagt kurzer Schimpftiraden haben sie sich dann scheinbar auf einen Schuldigen geeinigt und der nimmt dann einen(!) Geldschein(zur Erinnerung, der Wert des höchsten Scheins hier beträgt ca. 10 Euro; der wird auch meistens verwendet) und knallt ihm dem Anderen auf die Motorhaube und beide sind wieder glücklich und fahren weiter. Stell sich das mal einer zu Hause vor: fährst einem anderen ins Auto, gibst ihm 10 Euro und alles ist gut!

Mittwoch, 19. November 2008

Tennis Masters, Champagner

Hallo liebe Leute und zuerst einmal ein großes Sorry, dass dieser Eintrag so lange auf sich warten ließ. Aus aktuellem Anlass, d.h. wegen aktueller Geschehnisse, muss der angekündigte Artikel über sanitäre Anlagen... bis auf Weiteres verschoben werden.

Letzte Woche stieg in Shanghai der "Tennis Masters Cup" der 8 besten Tennisspieler dieses Jahres. (also nach den Grand Slams das 5. wichtigste Turnier) Für Donnerstag hatte ich schon vor langem Studentenkarten für unschlagbare 6 Euro gekauft. Ohja, zuerst noch das: Letzten Montag war der "Haniel Day", bei dem an der Tongji Universität der Haniel-Lehrstuhl eingeweiht wurde. Das Highlight war dabei aber eindeutig das deutsche Essen, weils sogar Wiener Schnitzel, Brezen, Zwiebelrostbraten... gab. Das musste jetzt sein, aber jetzt wieder zurück zum Thema: Durch ein paar Zufälle sind der Thomas W. und ich letztendlich auch noch an Studentenkarten für das Masters am Montag gekommen und so gings raus zum Qi Zhong Stadium vor den Toren Shanghais.

Die Sachlage war jetzt so, dass wir 7 Tickets für Thomas, Vanessa (englischer Name einer Chinesin) und mich hatten, also noch 4 zu viel. Wir dachten uns, hey, die könnten wir doch verkaufen und das macht man ja in der Regel vorm Stadion. Nach bis jetzt weniger guten Erfahrungen mit den chinesischen "Kartenhaien" vorm Stadion wollten wir die Karten erst mal Europäern verkaufen, die unsere Tickets aber nicht wollten. Also begaben wir uns fatalerweise ins Haifischbecken vorm Stadion und nachdem Vanessa ihre Tickets potentiellen Käufern gezeigt hatte, gings rund. Wie ein Wolfsrudel kamen plötzlich 20-25 Chinesen auf uns 3 zugestürmt und es wurde geschupst und gezogen und an den Tickets gezerrt. Natürlich haben wir sofort total den Überblick verloren und jeder von uns 3 war mit anderen Chinesen im Clinch. Letztlich hat es dann dazu geführt, dass Thomas gerade so noch 3 Tickets retten konnte, die er sich allerdings zuerst gegen 4 Chinesen, die auch ihrerseits darum zankten, zurückerobern musste. Die anderen 4 Tickets waren weg und keiner von uns wusste natürlich, wer sie hatte! Irgendeiner hat dann Vanessa 2 andere(!) Tickets zurückgegeben! So, zum Glück kamen wir mit den 3 Tickets noch ins Stadium rein! Mit den anderen beiden durften wir die elektronische Sicherheitskontrolle nicht passieren (In jedem Ticket ist ein kleiner RFID-Chip eingebaut, mit dem man nachvollziehen kann, ob die Karte orginal ist). Wir glaubten natürlich, es handle sich um Kopien bzw. gefälschte Tickets, aber: (und das hab ich dann auch erst ein paar Tage später erfahren) Es waren orginale Tickets, aber für den Donnerstag, d.h. Vanessa konnte 3 Tage später nochmal hingehen! Unglaublich, wo jetzt die Logik liegt, dass man Montag Tickets klaut und Donnerstag Tickets zurückgibt, hm, ich versteh so manches nicht im Land der Mitte;-)

Endlich angekommen im wirklich beeindruckenden und futuristischen Stadion (das Dach ist so ausfahrbar, dass das Stadion von oben wie eine Blüte aussieht, wobei, das Dach war natürlich zu;-) erlebten wir auch gleich die erste Überraschung, weil Roger Federer nach gutem Beginn doch noch nach 3 Sätzen verlor. Ansehen konnten wir uns das von ziemlich guten Plätzen, weil das Stadion längst nicht ausverkauft war und so konnten wir ein paar Reihen weiter unten die Sache betrachten;-) Im 2. Match verlor dann Andy (Roddick) gegen Andy (Murray) und der Weg zurück nach Shanghai war dann doch etwas ungemütlicher, weil wir uns für die 10-mal kürzere Bus-Stehschlange entschieden, aber da Shanghai groß ist, dauerte es schon an die 50 min. bis wir wieder am südlichen Ende angekommen waren.

Jeden Mittwoch gibt es in der Lounge 18 ein besonderes Event. Die Lounge 18 liegt direkt am Bund in einer ziemlich noblen Nachbarschaft und natürlich mit bester Aussicht und ist eine von ein paar Bars, in der zu 90 % Westler ein- und ausgehen. Für knapp 200 RMB bekommt man jetzt mittwochs zur After-Work-Party 3 Stunden lang europäisches Buffet inkl. Aufschnitt und alle erdenklichen Getränke, d.h. inkl. Champagner(!), Wein und was es halt sonst noch so alles gibt. Diese 3 Stunden Dekadenz haben wir uns jetzt letzten Mittwoch zum Abschied der Steffi gegönnt. Überragend war außerdem, dass wir den Marketing-Chef des Hauses kennengelernt haben, der an uns dann gleich noch Einladungen für Freitag verteilt hat, weil die Lounge 18 da ihren ersten Geburtstag feierte und naja, d.h. dann gleich 2 Stunden Champagner für lau!!

Donnerstags gings dann wieder zum Tennis Masters, aber aufgrund der Nichtattraktivität der Spiele (in der 1. Party ging es um nichts und die 2. Party war zu einseitig) und der ziemlich gemütlichen Stühle im Stadion war es eher ein Geratsche mit ein bißchen Tennis nebenbei. Naja, anstatt dem Fernseher hatten wir halt die Live-Atmosphäre im Hintergrund, man gönnt sich ja sonst nichts;-) Kartenprobleme o.ä. blieben diesmal übrigens aus, auch mal ein ganz neues Gefühl bei einer Großveranstaltung;-)

Hm, Samstag gingen der Hans und ich mit 2 Chinesinnen zum Peking-Ente essen. Ist halt echt cool, sowas mit Chinesen zu machen, weil die wissen halt ehrlich gesagt, wie man so etwas isst und können dir das dann auch gleich zeigen;-) Jedenfalls saßen wir so im Restaurant und hatten die Ente bestellt und dann kam praktisch der Sezierer, der die schon gebratene Ente vor unseren Augen auf einem kleinen Tisch mit seinem extrem scharfen Messer erst einmal gehäutet hat. Die ganze Haut kam dann auf einen Teller und gute Fleischstücke ohne Knochen auf einen anderen. Die ganzen Knochen und der ganze Rest und somit meinem Empfinden nach 70 % der Ente wurden dann aber entsorgt und nicht serviert. Hm, fast Verschwendung, aber ich kenn mich ja da nicht so aus, also die werdens schon wissen. Auch der Verzehr der Ente war neu für mich: Man nahm eine Art kleinen Pfannkuchen in die linke Hand und in ihn wurde dann etwas Gemüse und eben in Soßen eingetauchte Entenstückchen eingewickelt und dann so gegessen. Man lernt halt nie aus:-)

Das wars jetzt erst mal fürs Erste, Fortsetzung folgt bald.