Freitag, 28. November 2008

Ändi, Geb.feier, Taylor-Markt, Taxi und Auffahrunfall

So, jetzt bin ich schon wieder so weit hinten dran, dass ich echt überlegen muss, was los war.
Ah ja, letztes WE ist der Ändi vorbeigekommen, weil er mit seinem Kurs der Uni Washington eine Reise nach Peking, Shanghai und Hongkong gemacht hat. Durch deren dicht gedrängtes Programm haben wirs dann erst am Montag geschafft uns zu treffen.

Montag bin ich mit seinem Kurs in eine Akrobatik-Show in der Shanghai Circus World gegangen. War ganz nett und das beste daran war eindeutig, wie in diesem Kugel-Käfig ungelogen 8 Motorräder gleichzeitig mit gar nicht so langsamer Geschwindigkeit gefahren sind;-)

Dienstag habe ich ihm dann noch die Aussicht aus der Vue-Bar (die Bar mit der besten Aussicht, die ich auch schon an früherer Stelle erwähnte) gezeigt und da er dann zur Massage wollte, sind wir ungelogen um halb 2 noch zur einstündigen Massage. Für 6 Euro war die ganze Sache zwar nicht so wahnsinnig entspannend, aber sehr amüsant. Grund war eigentlich, dass meine Masseurin mir andauernd etwas auf Chinesisch erzählt hat und ich andauernd überlegen musste, was sie denn jetzt von mir will und mir Antworten überlegen. Außerdem war das ganze eher eine Turnstunde, weil die die wildesten Verrenkungen mit mir und an mir gemacht hat und links und rechts von mir und was weiss ich wo rumgekraxelt ist. Also chinesische Massage ist echt ein Erlebnis!

Der Geburtstag vom Höss Thomas und der Tiffany am Freitag hat dann ein wenig die interkulturellen Unterschiede zwischen uns Europäern und den Chinesen aufgezeigt. Die Party begann offiziell um 9 Uhr und als wir um viertel nach 9 gekommen sind, waren außer den im Apartment lebenden Westlern ca. 25 Chinesen da, die im Schnitt so ca. um halb 9 gekommen waren. Hm, um 1 waren dann noch 3 Chinesen und ca. 30 Europäer da, war etwas bezeichnend und echt verwunderlich. Hier sind die Gastgeber Thomas und Tiffany zu sehen;-)

Boa, am Taylor-Markt hab ich mir außerdem einen Kaschmir-Mantel (haben sie mir zumindest erzählt, dass das einer wäre:-) machen lassen und außerdem ein schwarzes Hemd mit meinem chinesischen Namen auf der Hemdtasche in Silber eingestickt, ein Leckerbissen muss ich sagen.

Hm, seit dieser Woche habe ich außerdem meinen International MBA (Master of Businness Administration) Kurs an meiner Uni und somit leider keinen Sprachkurs mehr, weil sich das zeitlich überschneidet. Im Kurs sind ca. 70 % chinesische Studenten und das Niveau ist wohl nicht ganz mit dem einer deutschen Universität vergleichbar. Der Praxisbezug wird aber durch viele Fallstudien, die dann den Lehrstoff stets gut erklären, besser hergestellt. Nächsten Montag haben wir außerdem eine große Diskussion mit verschiedenen schon eingeteilten Gruppen. Die Zusammenarbeit und die Treffen im Vorfeld mit den Chinesen sind wirklich interessant und eine Erfahrung bzgl. der interkulturellen Zusammenarbeit.

Letzten Samstag hatten wir das Ziel, ein brasilianisches Restaurant zu finden, in dem man für ca. 8 Euro so viel Fleisch essen kann, wie man will. Ideal, aber: wir habens nicht gefunden und aßen dann woanders und wollten dann weiter. Die U-Bahn in Shanghai stellt ihren Betrieb jedoch sehr früh ein und so mussten wir ein Taxi nehmen, aber es hat geregnet. Das Bittere war, dass wir letztendlich ohne Regenschirm ca. 40 min. mit Chinesen um Taxis kämpfen mussten, und das ist wirklich ein Kampf. Prinzipiell sind bei Regen und in der Rush-Hour nämlich alle Taxis besetzt und man muss auf diejenigen spekulieren, deren Insassen dort aussteigen, wo man gerade ist. Das führt dazu, dass ca. 10 Personen auf jedes Taxi stürmen, das anhält und wer schneller drinsitzt, hat dann gewonnen und darf Taxi fahren;-)

So, auf dem Weg zu Hennings Geburtstagsfeier hab ich noch eine unvergleichbar chinesische Geschichte miterlebt. Was passiert bei einem relativ harmlosen Auffahrunfall, bei dem aber beide Autos schon ein wenig beschädigt werden. Ja, 10-15 min. lang schreien und beschimpfen sich die beiden Fahrer aufs Ärgste, während eine ganze Schar Chinesen dem Treiben vergnügt zusieht. Wenn ein Taxi beteiligt ist, warten die Fahrgäste derweil im Taxi, weil die Klärung des Konflikts glaub ich immer die Selbe ist. Nach wie gesagt kurzer Schimpftiraden haben sie sich dann scheinbar auf einen Schuldigen geeinigt und der nimmt dann einen(!) Geldschein(zur Erinnerung, der Wert des höchsten Scheins hier beträgt ca. 10 Euro; der wird auch meistens verwendet) und knallt ihm dem Anderen auf die Motorhaube und beide sind wieder glücklich und fahren weiter. Stell sich das mal einer zu Hause vor: fährst einem anderen ins Auto, gibst ihm 10 Euro und alles ist gut!

9 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

des letzte is cool
mim taxi
vui spaß armin

Anonym hat gesagt…

Immer weiter so mit deinen Geschichten. Is echt voll witzig. Lg Regina

Anonym hat gesagt…

Wo bist du denn überall massiert worden? Ts, ts! Mama

Anonym hat gesagt…

Oh das würde mich auch interessieren... :-)

Anonym hat gesagt…

immer wieder ein spaß... :-)

viele grüße aus schweinfurt!

Anonym hat gesagt…

Gell, da sagst jetzt nix mehr dazu...;)

Martin Linhart hat gesagt…

Einen herzlichen Dank an alle fleißigen Blogkommentarschreiber.
Freut mich immer wieder eine Rückmeldung zu bekommen:-D

Hm, was soll ich dazu sagen: also beim Kopf hat sie angefangen, dann Rücken, dann Beine, ja, ich glaub das war so ziemlich das wichtigste;-)

Martin

Anonym hat gesagt…

hey bruder des oane buidl mim auto des hühner umanander fohd hod wieder drin sei miasn oder? für d oma?

Martin Linhart hat gesagt…

Des is doch saucool oder;-)